Deepfake-Nachrichten an Schulen: Jugendlicher räumt Taten ein

Nach dem Versand manipulierter Bilder und bedrohlicher Nachrichten an Oldenburger Schulen hat die Polizei einen jugendlichen Tatverdächtigen ermittelt.

Polizei 28. September 2026, 14:38 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Nach dem Versand mutmaßlich strafbarer Nachrichten an Oldenburger Schulen hat die Polizei einen jugendlichen Tatverdächtigen ermittelt. Der Jugendliche habe die ihm vorgeworfenen Taten im Verlauf der bisherigen Ermittlungen eingeräumt, teilte die Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland mit.

Nähere Angaben zu seiner Person veröffentlichten die Ermittler nicht. Sie begründeten dies mit dem besonderen Schutz Minderjähriger. Offen blieb auch, wie die Polizei auf den Tatverdächtigen aufmerksam wurde und ob weitere Personen an den Vorfällen beteiligt waren.

Manipulierte Bilder verschickt

Über einen oder mehrere E-Mail-Konten von Schülern waren zuvor zahlreiche Nachrichten verbreitet worden. Ein Teil davon enthielt sogenannte Deepfakes. Dabei handelt es sich um digital veränderte Bilder oder Videos, die echte Personen in manipulierten Darstellungen zeigen.

Betroffen waren nach den bisherigen Angaben Kinder und Jugendliche. Die Polizei hatte erklärt, dass einzelne Bilder möglicherweise als kinder- oder jugendpornografische Inhalte strafrechtlich relevant sein könnten. Zudem wurden über die Konten Drohungen und Aufrufe zur Selbstverletzung verschickt.

Verfahren in Aurich

Nach Bekanntwerden der Fälle hatte die Polizei digitale Spuren ausgewertet. Zunächst war auch geprüft worden, ob Unbekannte die betroffenen Schülerkonten übernommen hatten. Zum aktuellen Stand dieser Prüfung machte die Behörde keine weiteren Angaben.

Das Strafverfahren wird bei der Staatsanwaltschaft Aurich geführt. Dort ist eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft für die Bekämpfung gewaltdarstellender, pornografischer und anderer jugendgefährdender Inhalte zuständig. Welche konkreten Straftatbestände dem Jugendlichen vorgeworfen werden, teilten die Behörden nicht mit.

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