CDU warnt nach Angriff vor Drohungen gegen Bremer Einheitsfeier
Nach den Schäden an einem Firmengebäude in der Überseestadt fordert die CDU ein entschlossenes Vorgehen gegen mögliche extremistische Angriffe.
Nach der Beschädigung eines Firmengebäudes in der Bremer Überseestadt warnt die CDU-Bürgerschaftsfraktion vor möglichen weiteren Angriffen im Umfeld der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit. Fraktionschefin Wiebke Winter forderte den Senat auf, konsequent gegen extremistische Gewalt und Einschüchterungsversuche vorzugehen.
An dem Gebäude des Logistikunternehmens Kühne und Nagel an der Konsul-Smidt-Straße waren zwischen Freitag, 18. September, und Montag, 21. September, mehr als 60 Scheiben beschädigt worden. Außerdem hinterließen Unbekannte an einer Glastür Parolen mit Bezug zum 3. Oktober. Der Staatsschutz ermittelt.
Bekenntnis wird geprüft
Nach Angaben der CDU ist inzwischen ein mutmaßliches Bekennerschreiben aus der linksradikalen Szene aufgetaucht. Ob es authentisch ist und tatsächlich von den Verantwortlichen stammt, ist bislang nicht geklärt. Die Fraktion beziffert den Schaden auf einen sechsstelligen Betrag. Von der Polizei wurde zunächst lediglich ein hoher Sachschaden genannt.
Winter wertet die Tat als Angriff auf ein Unternehmen und als Drohung gegen die Einheitsfeier. Die Beschädigungen seien keine Form politischer Meinungsäußerung. Zugleich sprach sie der Polizei für die Vorbereitung und Absicherung der Veranstaltungen die Unterstützung ihrer Fraktion aus.
Feier Anfang Oktober
Bremen richtet vom 2. bis 4. Oktober das Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit aus. Veranstaltungsflächen entstehen unter anderem am Weserstadion, am Osterdeich, auf dem Marktplatz und auf der Überseeinsel. Die CDU äußerte sich nicht zu konkreten Änderungen am Sicherheitskonzept. Auch neue Maßnahmen des Senats oder der Polizei wurden in der Stellungnahme nicht genannt.
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