Bremer Gesundheitsressort plant Rassismus-Hilfen in sieben Sprachen

Bis Ende 2026 will das Bremer Gesundheitsressort seine Website erweitern. Betroffene sollen dort Diskriminierung erkennen und Beratungsstellen finden können.

Panorama 25. September 2026, 02:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Das Bremer Gesundheitsressort will seine Internetseite zu Rassismus im Gesundheitswesen bis Ende 2026 überarbeiten. Geplant sind Informationen in mindestens sieben Sprachen. Die Seite soll Betroffenen helfen, Diskriminierung zu erkennen und geeignete Beschwerde- oder Beratungsstellen zu finden.

Über die künftigen Inhalte berieten am 23. September Mitglieder von Migrantenorganisationen, des Bremer Rates für Teilhabe und Diversität sowie Beschäftigte der Verwaltung. Beteiligt waren unter anderem der Arabische Frauenbund Bremen und Humanitymed.

Konkrete Beispiele geplant

Die Internetseite soll typische Formen der Benachteiligung anhand von Beispielen darstellen. Dazu zählen nach Angaben des Gesundheitsressorts Beschwerden, die nicht ernst genommen werden, abgelehnte Terminanfragen oder verweigerte Behandlungen. Für Beschäftigte im Gesundheitswesen sind weiterführende Fachinformationen vorgesehen.

Die bereits vorhandenen Inhalte auf der Website des Ressorts stehen auf Deutsch, Englisch, Französisch und Bulgarisch bereit. Welche weiteren Sprachen mit der Überarbeitung hinzukommen, wurde nicht mitgeteilt.

Teil eines Aktionsplans

Das Treffen war der dritte Austausch zum Themenfeld Gesundheit, Pflege und ältere Menschen. Vorausgegangen waren ein Auftakt im Juni 2023 und eine Veranstaltung zu Einladungsschreiben für Schuleingangsuntersuchungen im September 2024.

Das Themenfeld gehört zum Rahmenkonzept für gesellschaftliche Teilhabe und Diversität, das der Bremer Senat 2021 beschlossen hat. Zugleich ist das Beteiligungsformat Bestandteil des Landesaktionsplans gegen Rassismus. Ziel ist es, Menschen aus Bremen und Bremerhaven unabhängig von Herkunft, Sprache und Lebenssituation einen gleichberechtigten Zugang zu Gesundheitsangeboten zu ermöglichen.

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