Kein Exzellenzstatus für Universitäten Bremen und Oldenburg

Der gemeinsame Hochschulverbund erhält keine institutionelle Förderung in der Exzellenzstrategie. Die Northwest Alliance soll dennoch fortgeführt werden.

Panorama 02. Oktober 2026, 15:34 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Universität Bremen (Logo)
Universität Bremen (Logo) | Foto: Universität Bremen / Wikimedia Commons, gemeinfrei

Die Universitäten Bremen und Oldenburg werden nicht als Exzellenzverbund gefördert. Die Exzellenzkommission von Bund und Ländern lehnte den gemeinsamen Antrag der beiden Hochschulen am Freitag, 2. Oktober, in Bonn ab. Damit erhält die „Northwest Alliance – Connecting for Tomorrow“ keinen Exzellenzstatus.

Die beiden Universitäten hatten sich gemeinsam um die institutionelle Förderung beworben. Im Auswahlverfahren standen bundesweit elf Hochschulen und Verbünde zur Wahl. Bis zu fünf neue Standorte konnten ausgezeichnet werden. Mit einem Zuschlag wäre eine Förderung von bis zu 28 Millionen Euro jährlich für zunächst sieben Jahre möglich gewesen.

Zusammenarbeit geht weiter

Trotz der Absage wollen Bremen und Oldenburg ihre strategische Kooperation fortsetzen. Beide Hochschulen arbeiten seit mehr als 25 Jahren zusammen. In der Northwest Alliance bündeln sie Aktivitäten in Forschung, Lehre, Wissenstransfer und Nachwuchsförderung.

Zusammen verfügen die Universitäten nach Angaben des Bremer Wissenschaftsressorts über rund 580 Professuren, 6.400 Beschäftigte, 2.700 Promovierende und 34.000 Studierende. Beteiligt sind zudem Forschungseinrichtungen aus der Region, das Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst und die Universität Groningen.

Cluster bleiben gefördert

Grundlage der Bewerbung waren vier Exzellenzcluster an beiden Standorten. Dazu gehört das gemeinsame Forschungscluster zum Ozeanboden. Für Bremen sind außerdem die Cluster „Der Ozeanboden – unerforschte Schnittstelle der Erde“ und „Die Marsperspektive – Ressourcenknappheit als Grundlage eines Paradigmas der Nachhaltigkeit“ von Bedeutung. Beide wurden 2025 für eine Förderung ab Januar 2026 ausgewählt.

Die Absage betrifft damit den institutionellen Exzellenzstatus, nicht die bereits bewilligte Förderung dieser Forschungsverbünde. Die Universität Bremen hatte den Titel Exzellenzuniversität bereits von 2012 bis 2019 getragen. Das jährliche Gesamtbudget der Exzellenzstrategie steigt ab 2026 bundesweit auf 687 Millionen Euro.

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