Bremen plant neue Abwassergebühren ab 2027

Schmutzwasser soll etwas günstiger werden, während die Entleerung von Sammelgruben deutlich mehr kostet. Die endgültige Entscheidung steht noch aus.

Panorama 05. November 2026, 12:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Die Abwassergebühren in Bremen sollen zum 1. Januar 2027 neu festgesetzt werden. Für Haushalte und Grundstücke am öffentlichen Kanalnetz wird Schmutzwasser nach den Plänen etwas günstiger. Der Preis für Niederschlagswasser bleibt gleich. Deutlich steigen soll dagegen die Gebühr für das Leeren von Schmutzwassersammelgruben.

Die städtische Deputation für Umwelt, Klima und Landwirtschaft stimmte der Anpassung am Donnerstag, 5. November, zu. Senat und Bürgerschaft müssen die neuen Sätze noch beschließen.

Sieben Cent weniger

Die Schmutzwassergebühr soll von 2,93 Euro auf 2,86 Euro je Kubikmeter verbrauchten Frischwassers sinken. Das entspricht einem Rückgang um 2,39 Prozent. Für versiegelte Flächen, von denen Regenwasser in die Kanalisation fließt, werden weiterhin 0,83 Euro je Quadratmeter berechnet.

Grundlage ist die Gebührenkalkulation für 2027 und 2028. Abwassergebühren dürfen lediglich die tatsächlichen Kosten der Entsorgung abdecken. Abweichungen zwischen den kalkulierten und den tatsächlich erzielten Einnahmen müssen in späteren Zeiträumen ausgeglichen werden.

Grubenentleerung wird teurer

Bei Grundstücken ohne Anschluss an das öffentliche Kanalnetz erhöht sich der Satz für die Entleerung von Sammelgruben voraussichtlich von 15,65 Euro auf 17,51 Euro je Kubikmeter. Das Abwasser wird dort gesammelt und mit einem Saugfahrzeug abgeholt. Nach Angaben der Umweltbehörde liegt die geplante Gebühr trotz der Erhöhung weiterhin unter den Kosten dieser Leistung.

Dass die regulären Gebühren trotz erwarteter Kostensteigerungen stabil bleiben oder sinken können, führt die Behörde unter anderem auf Überschüsse aus dem bisherigen Kalkulationszeitraum zurück. Eingeflossen seien außerdem aktualisierte Daten zu den versiegelten Flächen im Stadtgebiet. Die neuen Sätze sollen bis zum 31. Dezember 2028 gelten.

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