Brandschutzmängel bremsen Mobilbauten an zwei Bremer Schulen
Wegen nicht vorschriftsgemäßer Außenverkleidungen verzögert sich die Nutzung neuer Mobilbauten in Osterholz und Lesum. Übergangslösungen sollen den Unterricht sichern.
Brandschutzmängel an neuen Mobilbauanlagen belasten den Schulstart an der Grundschule Burglesum und der Neuen Oberschule Osterholz. An beiden Standorten müssen Außenwandteile nachgebessert werden, weil sie nicht den vorgeschriebenen Anforderungen entsprechen. Der Unterricht soll dennoch weiterlaufen.
Bei der Abnahme des Mobilbaus in Lesum wurde festgestellt, dass an der Außenverkleidung schwer entflammbare statt nichtbrennbare Materialien eingesetzt wurden. Da die Anlagen baugleich sind, betrifft die Abweichung auch den Mobilbau für die Neue Oberschule Osterholz.
Umzug nach den Herbstferien
In Osterholz dient die zweigeschossige Anlage als Übergangslösung bis zum geplanten Neubau des Campus Osterholz, der zum Schuljahr 2030/31 fertig werden soll. Weil sich der Bau schon zuvor verzögert hatte, wurden Einschulung und Unterricht zunächst in Fachräumen der benachbarten Oberschule Koblenzer Straße organisiert.
Diese Ausweichlösung sollte zunächst etwa zwei Wochen dauern. Nun soll die Gesamtanlage bis zum Ende der Herbstferien am 22. Oktober 2026 fertiggestellt werden. Nach den Ferien soll der Unterricht im Mobilbau beginnen.
Kapazitäten in Lesum erschöpft
In Lesum konnte der eingeschossige Teil der Anlage am 14. August an die Bildungsbehörde übergeben werden und wird bereits genutzt. Die Lerngruppe KME ist vorläufig in Fach- und Differenzierungsräumen der Paul-Goldschmidt-Schule untergebracht. Dort sind die räumlichen Kapazitäten nach Angaben der Behörde damit ausgeschöpft.
Auch dort sollen Restarbeiten und die Beseitigung der Mängel spätestens in den Herbstferien erfolgen. Der Außenbereich ist bislang nur teilweise hergestellt; weitere Flächen bleiben Baustelle und schränken den Schulhof der Oberschule Lesum ein. Die Höhe des Schadens wird noch ermittelt. Regressforderungen gegen den Bauträger werden geprüft.
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Senatspressestelle BremenKommentare
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