Anschlagsverdacht in Bremen: Iraker reiste über Aufnahmeprogramm ein
Ein 24-Jähriger soll einen Angriff auf eine Bremer Kirche vorbereitet haben. Der Iraker kam 2021 über ein humanitäres Programm nach Brandenburg.
Der unter Terrorverdacht stehende 24-jährige Iraker ist 2021 über ein humanitäres Landesaufnahmeprogramm legal nach Brandenburg eingereist. Er verfügt über eine Aufenthaltserlaubnis. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, einen Anschlag auf eine Kirche in Bremen vorbereitet zu haben.
Der Mann wurde am Donnerstag, 17. September, im brandenburgischen Landkreis Barnim festgenommen. Inzwischen befindet er sich in Untersuchungshaft. Welche Bremer Kirche betroffen sein soll, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
Kirche ausgespäht
Nach Darstellung der Bundesanwaltschaft soll der Beschuldigte den vorgesehenen Anschlagsort in Bremen bereits erkundet haben. Außerdem soll er sich eine Schusswaffe beschafft haben. Ob diese bei seiner Festnahme gefunden wurde, ist nicht bekannt.
Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass der mutmaßlich geplante Angriff auf die Kirche den Auftakt zu weiteren Gewalttaten bilden sollte. Diese hätten sich gegen Menschen richten sollen, die der Verdächtige aus seiner extremistischen Sicht als nicht gläubig betrachtet habe.
Ermittlungen dauern an
Der Beschuldigte gilt als mutmaßlicher Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat. Die Vorwürfe sind bislang nicht gerichtlich geklärt. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Weitere Angaben zu möglichen Mitwissern, zum geplanten Zeitpunkt des mutmaßlichen Anschlags oder zum Stand der Vorbereitungen liegen nicht vor. Auch Details zu seinem Aufenthalt in Brandenburg seit der Einreise über das Landesaufnahmeprogramm wurden bislang nicht genannt.
Originalquelle
Der TagesspiegelKommentare
Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.