IS-Verdacht in Bremen: 21-Jähriger steht vor Gericht
Ein 21-Jähriger soll sich dem IS angeschlossen und eine schwere Gewalttat geplant haben. Einen konkreten Anschlagsplan soll es jedoch nicht gegeben haben.
Vor dem Landgericht Bremen hat der Prozess gegen einen 21-Jährigen begonnen, der sich der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) angeschlossen haben soll. Die Anklage wirft ihm zudem vor, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben. Nach den bislang bekannten Angaben hatte der Mann jedoch keinen konkreten Anschlagsplan.
Zum Auftakt des Verfahrens am Montag, 21. September, wurde nach Angaben eines Gerichtssprechers die Anklage verlesen. Der Beschuldigte soll Schießen gelernt und Aktivitäten auf Instagram veröffentlicht haben. Welche Bedeutung diese Handlungen für die Anklage haben, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Details bleiben offen
Bislang wurden weder ein mögliches Anschlagsziel noch ein geplanter Zeitpunkt oder eine konkrete Vorgehensweise genannt. Auch Einzelheiten zur Beweislage liegen nicht vor. Die strafrechtlichen Vorwürfe müssen nun im Verfahren vor dem Landgericht geklärt werden.
Separater Terrorverdacht
Der Prozess begann kurz nachdem ein anderer Terrorverdacht mit Bezug zu Bremen bekannt geworden war. In diesem getrennten Fall beschuldigt die Bundesanwaltschaft einen 24-jährigen Iraker, einen Anschlag auf eine Bremer Kirche vorbereitet zu haben. Er soll sich bereits eine Schusswaffe beschafft und den vorgesehenen Tatort ausgekundschaftet haben.
Der 24-Jährige wurde im brandenburgischen Landkreis Barnim festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Welche Kirche betroffen gewesen sein soll, wurde nicht bekannt gegeben. Zwischen beiden Verfahren ist nach den vorliegenden Angaben kein Zusammenhang belegt.
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taz.deKommentare
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