Angriffe auf Einsatzkräfte nach Jugendprotest in Bremen

Nach einer Demonstration mit rund 2.800 Menschen ist es in der Bremer Innenstadt zu Ausschreitungen gekommen. Einsatzkräfte wurden attackiert.

Polizei 31. Oktober 2026, 19:16 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Nach einem zunächst überwiegend friedlichen Jugendprotest ist es am Sonnabend in der Bremer Innenstadt zu Ausschreitungen gekommen. Nach Angaben der Polizei wurden Einsatzkräfte nach dem offiziellen Ende der Demonstration geschlagen, getreten und mit Gegenständen beworfen.

Die Polizei erklärte am frühen Abend, die Veranstaltung könne nicht mehr als vollständig friedlich bewertet werden. In der Innenstadt wurde zudem mindestens eine Mülltonne angezündet.

Personalien sollten festgestellt werden

Die Angriffe ereigneten sich demnach, als Beamtinnen und Beamte die Personalien einzelner Personen aufnehmen wollten. Zuvor hatten sich nach der abschließenden Schätzung der Polizei rund 2.800 Menschen an der Kundgebung der Initiative „Gen Z regelt“ beteiligt. Frühere Angaben während des laufenden Protests waren von etwa 1.600 Teilnehmenden ausgegangen.

Der Demonstrationszug begann auf dem Domshof, führte über die Weser und anschließend zurück zum Ausgangspunkt. Bereits während des Aufzugs wurden aus der Versammlung heraus mehrere Böller beziehungsweise pyrotechnische Gegenstände gezündet.

Teil eines Aktionstags

Mit der Kundgebung protestierte die Initiative unter anderem gegen steigende Kosten und Sozialkürzungen. Zu ihrem Forderungskatalog gehören außerdem mehr Investitionen in Bildung, soziale Sicherheit, Gesundheit und Klimaschutz.

Die Bremer Demonstration war Teil eines bundesweiten Aktionstags. Weitere Proteste fanden unter anderem in Hannover, Göttingen, Hamburg und Kiel statt. Der Bremer Aufzug endete gegen 16.30 Uhr. Die gewaltsamen Zwischenfälle folgten nach dem Abschluss der angemeldeten Veranstaltung.

Orte

Mitte

Originalquelle

Süddeutsche Zeitung

Teilen

Kommentare

Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.

Den ersten Kommentar schreiben

Mit dem Absenden werden Name, Kommentar und Zeitpunkt öffentlich angezeigt. E-Mail-Adresse und IP-Adresse bleiben intern; die IP-Adresse wird nach 30 Tagen gelöscht.

Verwandte Artikel

Impressum · Datenschutz