Kritik an stundenlangem Festhalten bei Bremer Einheitsfeier
Während der Einheitsfeier hielt die Polizei eine spontan versammelte Gruppe über Stunden fest. Ein Teil der Betroffenen hatte gegen die AfD protestiert.
Das Vorgehen der Polizei bei den zentralen Feiern zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen steht in der Kritik. Einsatzkräfte hielten Menschen, die sich spontan versammelt hatten, über mehrere Stunden fest. Einige von ihnen protestierten gegen die AfD.
Wie viele Personen von der Maßnahme betroffen waren und auf welcher rechtlichen Grundlage sie festgehalten wurden, geht aus der vorliegenden Meldung nicht hervor. Auch Angaben zum genauen Ort, zur Dauer der Maßnahme und zu möglichen weiteren Schritten gegen Beteiligte liegen nicht vor.
Großeinsatz zum Bürgerfest
Die Einheitsfeier hatte den bislang größten Polizeieinsatz in Bremen ausgelöst. Rund 400.000 Besucherinnen und Besucher wurden zu dem Bürgerfest erwartet. Neben dem Festgelände sicherten die Einsatzkräfte Termine mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus Bund und Ländern. Zugleich begleiteten sie mehrere angemeldete Demonstrationen.
Mehrere Proteste
Am zweiten Tag der Feier war es bei einem anderen Protest zu Auseinandersetzungen gekommen. Nach Polizeiangaben wurden vier Beamte leicht verletzt, als Einsatzkräfte nach dem Verbrennen einer Deutschlandflagge einschritten. Die Polizisten konnten ihren Dienst fortsetzen. Mehrere Menschen kamen in Gewahrsam, die Versammlung wurde aufgelöst. Ermittelt wird unter anderem wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs.
Ob die nun kritisierte Maßnahme gegen die spontan versammelte Gruppe in einem direkten Zusammenhang mit diesen Auseinandersetzungen stand, ist anhand der vorliegenden Informationen nicht ersichtlich.
Originalquelle
taz.deKommentare
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