Acht OB-Kandidierende diskutieren in Oldenburg über Stadtpolitik
Bei einer Diskussion in der VHS Oldenburg standen vor der Oberbürgermeisterwahl Finanzen, Klimaschutz, Verkehr und soziale Fragen im Mittelpunkt.
Acht von neun Bewerberinnen und Bewerbern für das Amt des Oldenburger Oberbürgermeisters haben bei einer Podiumsdiskussion in der VHS ihre Positionen vorgestellt. Die Wahl findet am 13. September statt. Sollte im ersten Wahlgang niemand die erforderliche Mehrheit erreichen, ist für den 27. September eine Stichwahl vorgesehen.
Bei der rund zweistündigen Veranstaltung im LzO Forum beantworteten die Kandidierenden Fragen aus dem Publikum sowie aus einer zuvor veranstalteten Demokratiewerkstatt. Heike Boldt von der Linken hatte ihre Teilnahme abgesagt.
Finanzen als Streitpunkt
Vertreten waren Jascha Rohr, der von Grünen und CDU unterstützt wird, SPD-Kandidat Ulf Prange, Sebastian Fröhlich von der FDP, Holger Martin Wilkens vom Bürger Bündnis Oldenburg, Ralph Butzin von „Echt Oldenburg“, Yakup Castur von DAVA Niedersachsen sowie die parteilosen Byanca Küßner und Michael Stille.
Auf die Frage nach der Entwicklung der Stadt äußerten sich sechs Teilnehmende grundsätzlich positiv. Butzin und Wilkens verwiesen dagegen auf finanzielle Belastungen durch bestehende und geplante Investitionen. Sie nannten unter anderem das Schwimmbad am Flötenteich und den geplanten Stadionneubau. Wilkens verlangte, Ausgaben stärker auf Schulen, Familien und Kinder zu konzentrieren. Die übrigen Kandidierenden bewerteten die Grundlage der Stadtentwicklung als tragfähig.
Klima und Mobilität
Beim Ziel der Klimaneutralität bis 2035 zeigten sich unterschiedliche Akzente. Prange und Rohr sprachen sich dafür aus, daran auch bei unpopulären Maßnahmen festzuhalten. Stille setzte in seinen Beiträgen ebenfalls einen Schwerpunkt bei Klima- und Umweltthemen, verließ die Runde jedoch vorzeitig.
Auch Verkehr, Bürgerbeteiligung, der Schutz wohnungsloser Frauen, Gewaltprävention sowie die politische Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen wurden angesprochen. Rohr plädierte für einen Vorrang beim Ausbau von Radwegen und Fahrradstraßen sowie für einen besseren Nahverkehr und Park-and-Ride-Angebote. Fröhlich betonte, Veränderungen im Verkehrsverhalten müssten vor allem durch Akzeptanz erreicht werden.
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