Aberkanntes Siegtor: THW Kiel kritisiert Einsatz des Videobeweises
Ein Schrittfehler vor dem vermeintlichen 32:31 sorgt nach dem Nordderby gegen Flensburg für Diskussionen. Auch die Gäste sprechen von einer harten Entscheidung.
Der THW Kiel hat nach dem 31:31 gegen die SG Flensburg-Handewitt Kritik am Einsatz des Videobeweises geübt. In der letzten Aktion des 117. Nordderbys erzielte Julian Köster zunächst das vermeintliche 32:31. Nach einer minutenlangen Überprüfung erkannten die Schiedsrichter den Treffer jedoch nicht an.
Grund war ein Schrittfehler von Domen Makuc bei der Vorbereitung des Tores. Dass der technische Fehler vorlag, bestritten die Kieler nicht. Unklar blieb für sie jedoch, weshalb die Unparteiischen die Szene überhaupt überprüften und dabei bis zur vorausgegangenen Aktion zurückgingen.
Kritik am Verfahren
THW-Kreisläufer Hendrik Pekeler erklärte, er habe zunächst keinen Anlass für Zweifel an der Torentscheidung erkannt. Er wolle deshalb wissen, was die Schiedsrichter zur Kontrolle der Bilder bewogen habe.
Auch Geschäftsführer Viktor Szilagyi zeigte sich überrascht. Die Entscheidung sei offenbar von den Regeln gedeckt. Fraglich sei aber, ob eine solche Auslegung dem Sport helfe. Vergleichbare Situationen gebe es im Verlauf einer Partie häufig. Dass ausgerechnet vor dem möglichen Siegtreffer mehrere Momente zurückgegangen worden sei, sei für Kiel besonders bitter.
Verständnis aus Flensburg
Auch Flensburgs Simon Pytlick bezeichnete die Entscheidung als hart. Der Schrittfehler sei auf den Bildern zwar erkennbar gewesen. Solche Situationen ließen sich nach seiner Einschätzung jedoch in vielen Phasen eines Spiels finden. Er könne daher den Ärger der Kieler Mannschaft und des Publikums nachvollziehen.
Durch das Unentschieden bleibt Flensburg aufgrund der besseren Tordifferenz Tabellenführer. Beide Mannschaften stehen nach dem Derby bei 11:1 Punkten und sind in dieser Saison weiterhin ungeschlagen.
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