A27-Kontrolle: Mehr als jeder dritte Gütertransporter beanstandet

Bei Kontrollen auf der A27 in Langwedel stellten Einsatzkräfte an 57 von 158 Fahrzeugen Verstöße fest. In 23 Fällen endete die Fahrt vorzeitig.

Verkehr 23. Oktober 2026, 09:43 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
A27-Kontrolle: Mehr als jeder dritte Gütertransporter beanstandet
Foto: Polizei Verden/Osterholz

Bei einer dreitägigen Kontrolle des gewerblichen Güterverkehrs auf der A27 in Langwedel haben Einsatzkräfte 57 von 158 überprüften Fahrzeugen beanstandet. Damit wies mehr als jedes dritte Fahrzeug Verstöße auf. In 23 Fällen wurde die Weiterfahrt untersagt.

Die Autobahnpolizei Langwedel kontrollierte von Dienstag bis Donnerstag, 20. bis 22. Oktober, an der Tank- und Rastanlage Goldbach Nord und Süd. Beteiligt waren außerdem das Bundesamt für Logistik und Mobilität, der Zoll, das Veterinäramt des Landkreises Verden sowie Polizeikräfte aus Achim, Bad Fallingbostel und Geestland.

64 Verfahren eingeleitet

Im Mittelpunkt standen Kleintransporter, technische Mängel, die Sicherung von Ladung sowie Tier- und Lebensmitteltransporte. Besonders häufig registrierten die Kontrolleure Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten, Überladungen und technische Vorschriften.

Insgesamt leiteten die Behörden 56 Ordnungswidrigkeitenverfahren und acht Strafverfahren ein. Sie erhoben sieben Sicherheitsleistungen von zusammen rund 15.750 Euro. In 25 Fällen soll die Bußgeldbehörde prüfen, ob wirtschaftliche Vorteile der betroffenen Unternehmen eingezogen werden.

Fahrer missachtet Verbot

Ein mit zwei Bussen beladener Sattelzug überschritt die erlaubten Abmessungen. Zudem stellten die Prüfer erhebliche Mängel an Zugmaschine und Auflieger fest. Obwohl die Weiterfahrt verboten worden war, fuhr der Fahrer weiter. Zwei Tage später wurde er am selben Ort erneut kontrolliert.

Bei einem Kleintransporter hatte der Fahrer laut Polizei keine gültige Fahrerlaubnis und stand unter Kokain-Einfluss. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen.

Verdächtige Plakette entdeckt

An einem weiteren Lkw passte die Prüfplakette weder zu den Papieren noch zu den Registerdaten. Auch der Aufbau gehörte nicht zum Fahrgestell. Die Polizei stellte die Kennzeichen sicher und ermittelt wegen Urkundenfälschung.

Ein anderer Fahrer war teilweise bis zu 15 Stunden unterwegs und nutzte zwei Fahrerkarten für das Kontrollgerät. Eine davon war bereits ungültig. Die Beamten stellten sie sicher und leiteten ein Strafverfahren ein.

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