Wirtschaftsweiser Werding fordert geringere Höchstpensionen
Der Ökonom Martin Werding plädiert für niedrigere Maximalpensionen von Beamten und weniger Verbeamtungen, etwa bei Lehrkräften.
Der Wirtschaftsweise Martin Werding hat sich in der Rentendebatte für Einschnitte bei der Beamtenversorgung ausgesprochen. Die maximale Pension solle von derzeit 71,75 auf 68 Prozent der Dienstbezüge sinken, sagte er der „Rheinischen Post“.
Die Obergrenze für Ruhegehälter war 2002 bereits von 75 auf 71,75 Prozent reduziert worden. Seither habe es keine weitere Anpassung gegeben, argumentierte Werding. Eine Absenkung auf 68 Prozent würde aus seiner Sicht die Auswirkungen von Änderungen bei der gesetzlichen Rente auf die Beamtenversorgung übertragen.
Keine Einbeziehung in Rentenkasse
Den Vorschlag, Beamtinnen und Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung aufzunehmen, lehnt Werding ab. Eine Ausweitung des Versichertenkreises löse die strukturellen Probleme nach seiner Auffassung nicht, weil dadurch zugleich zusätzliche Rentenansprüche für die Zukunft entstünden.
Stattdessen fordert der Ökonom, weniger Beschäftigte zu verbeamten. Lehrkräfte und möglicherweise auch Professorinnen und Professoren müssten künftig nicht zwingend den Beamtenstatus erhalten, sagte Werding. Er gehörte einer Rentenkommission an.
Debatte über Versorgung
In Bremen hatte der Senat zuletzt eine rückwirkende zusätzliche Anhebung der Bezüge von Beamtinnen und Beamten, Anwärtern sowie Versorgungsempfängern ab 2024 geplant. Der Gesetzentwurf dient der Anpassung an Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts. Werdings Forderungen sind dagegen ein Vorschlag für bundesweite Reformen und keine beschlossene Maßnahme.
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