Warnstreik erfasst Häfen in Bremen und Bremerhaven
Im Tarifkonflikt der Seehäfen ruht die Arbeit für 24 Stunden. Betroffen sind auch der Gesamthafenbetrieb und das BLG-Autoterminal in Bremerhaven.
Ein 24-stündiger Warnstreik im Tarifkonflikt der deutschen Seehäfen erfasst auch Bremen und Bremerhaven. Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. In Bremerhaven sollen unter anderem der Gesamthafenbetrieb und das Autoterminal der BLG betroffen sein.
Der Ausstand läuft zeitgleich in Hamburg, Wilhelmshaven, Emden und Brake. Wie stark Umschlag, Abfertigung und Transporte in Bremen und Bremerhaven beeinträchtigt werden, war zunächst nicht absehbar.
Streit um Löhne
Verdi und der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe verhandeln über einen neuen Tarifvertrag für rund 11.000 Beschäftigte. Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von 8,2 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten.
Der Arbeitgeberverband hatte zuletzt nach eigenen Angaben 5,1 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von 19 Monaten angeboten. Zudem sind 300 Euro zusätzliches Urlaubsgeld sowie 460 Euro für Beschäftigte großer Containerbetriebe vorgesehen. Verdi lehnt das Angebot ab, weil die Laufzeit aus Sicht der Gewerkschaft zu lang ist.
Häfen unter Druck
Der ZDS bewertet sein Angebot als überdurchschnittlich im Vergleich zu jüngeren Abschlüssen in anderen Branchen. Verdi hält dem entgegen, das Angebot trage den Erwartungen der Hafenbeschäftigten nicht ausreichend Rechnung. Mit dem Warnstreik erhöht die Gewerkschaft den Druck vor weiteren Verhandlungen.
Im Hamburger Hafen waren die Folgen bereits vor Streikbeginn sichtbar: Frachtschiffe verzichteten teilweise auf die Einfahrt, um längere Wartezeiten an den Terminals zu vermeiden. Für die bremischen Häfen lagen zunächst keine konkreten Angaben zu Auswirkungen vor.
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