Panorama

Warnstreik erfasst Häfen in Bremen und Bremerhaven

Im Tarifkonflikt der Seehäfen ruht die Arbeit für 24 Stunden. Betroffen sind auch der Gesamthafenbetrieb und das BLG-Autoterminal in Bremerhaven.

18. August 2026, 07:35 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Ein 24-stündiger Warnstreik im Tarifkonflikt der deutschen Seehäfen erfasst auch Bremen und Bremerhaven. Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. In Bremerhaven sollen unter anderem der Gesamthafenbetrieb und das Autoterminal der BLG betroffen sein.

Der Ausstand läuft zeitgleich in Hamburg, Wilhelmshaven, Emden und Brake. Wie stark Umschlag, Abfertigung und Transporte in Bremen und Bremerhaven beeinträchtigt werden, war zunächst nicht absehbar.

Streit um Löhne

Verdi und der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe verhandeln über einen neuen Tarifvertrag für rund 11.000 Beschäftigte. Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von 8,2 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten.

Der Arbeitgeberverband hatte zuletzt nach eigenen Angaben 5,1 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von 19 Monaten angeboten. Zudem sind 300 Euro zusätzliches Urlaubsgeld sowie 460 Euro für Beschäftigte großer Containerbetriebe vorgesehen. Verdi lehnt das Angebot ab, weil die Laufzeit aus Sicht der Gewerkschaft zu lang ist.

Häfen unter Druck

Der ZDS bewertet sein Angebot als überdurchschnittlich im Vergleich zu jüngeren Abschlüssen in anderen Branchen. Verdi hält dem entgegen, das Angebot trage den Erwartungen der Hafenbeschäftigten nicht ausreichend Rechnung. Mit dem Warnstreik erhöht die Gewerkschaft den Druck vor weiteren Verhandlungen.

Im Hamburger Hafen waren die Folgen bereits vor Streikbeginn sichtbar: Frachtschiffe verzichteten teilweise auf die Einfahrt, um längere Wartezeiten an den Terminals zu vermeiden. Für die bremischen Häfen lagen zunächst keine konkreten Angaben zu Auswirkungen vor.

Orte

Bremerhaven

Originalquelle

NDR Niedersachsen

Teilen

Kommentare

Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.

Den ersten Kommentar schreiben

Mit dem Absenden werden Name, Kommentar und Zeitpunkt öffentlich angezeigt. E-Mail-Adresse und IP-Adresse bleiben intern; die IP-Adresse wird nach 30 Tagen gelöscht.

Verwandte Artikel