Sexistische Chats: Zwei Polizisten müssen Bremer SEK verlassen
Zwei Beamte werden aus dem Bremer Spezialeinsatzkommando versetzt. Ihnen werden diskriminierende und sexistische Nachrichten vorgeworfen.
Zwei Polizisten müssen das Spezialeinsatzkommando (SEK) in Bremen verlassen. Ihnen wird vorgeworfen, in einer Chatgruppe diskriminierende und sexistische Nachrichten verfasst zu haben. Als personelle Konsequenz werden die Beamten versetzt.
Damit gehören die beiden Polizisten künftig nicht mehr der Spezialeinheit an. Weitere Einzelheiten zu den mutmaßlichen Nachrichten und zu den neuen Aufgaben der Beamten wurden in der vorliegenden Meldung nicht genannt.
Deutliche Kritik
Bremens Innensenatorin verurteilte die zur Last gelegten Inhalte scharf. Sie bezeichnete das mutmaßliche Verhalten sinngemäß als beschämend und nicht akzeptabel. Die Vorwürfe wiegen besonders schwer, weil SEK-Beamte für Einsätze in gefährlichen und besonders anspruchsvollen Situationen ausgebildet sind.
Ob neben den Versetzungen weitere dienstrechtliche Konsequenzen folgen, geht aus den bislang bekannten Angaben nicht hervor. Ebenso bleibt offen, wie lange die Chatgruppe bestand und wie die fraglichen Nachrichten bekannt wurden.
Vorwürfe gegen Spezialeinheit
Der Fall betrifft zwei Mitglieder des Bremer SEK. Die Versetzung ist die bislang bekannt gewordene unmittelbare Folge der Chatvorwürfe. Fest steht nach aktuellem Informationsstand lediglich, dass die beiden Beschuldigten ihre bisherigen Posten in der Spezialeinheit verlieren. Zu einer möglichen Beteiligung weiterer Beamter liegen keine gesicherten Angaben vor.
Originalquelle
DIE WELTKommentare
Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.