Schulleitungsverband verlangt klare Mittel für Qualitätsoffensive

SPD und Grüne planen verbindliche Bildungsziele in Niedersachsen. Der Schulleitungsverband fordert vor der Ausschussberatung konkrete Zusagen für Personal und Entlastung.

Panorama 18. September 2026, 02:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 5 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Der Schulleitungsverband Niedersachsen hält die geplante Qualitätsoffensive von SPD und Grünen für nicht ausreichend konkret. Vor der Beratung des Antrags im Kultusausschuss des Landtags fordert der Verband verbindliche Aussagen zu zusätzlichem Personal, Zeit und Finanzierung.

Die Regierungsfraktionen wollen eine landesweite Strategie zur Verbesserung der Bildungsqualität auf den Weg bringen. Vorgesehen sind überprüfbare Ziele, eine stärkere Nutzung von Daten für die Schulentwicklung, die Sicherung grundlegender Kompetenzen sowie zusätzliche Fortbildungen für Lehrkräfte.

Kritik an offenen Ressourcen

Aus Sicht des Verbands enthält der Antrag vor allem Maßnahmen, die bereits laufen oder bekannt sind. Dazu zählen zusätzliche Unterrichtsstunden an Grundschulen, das Startchancen-Programm sowie Projekte zur Förderung von Lesen und Rechnen. Unklar bleibe jedoch, welche neuen Mittel das Land den Schulen zur Umsetzung bereitstellen wolle.

Der Verband warnt zudem vor zusätzlichen Belastungen durch Datenerhebungen, Dokumentationspflichten und neue Qualitätsvorgaben. Wenn die Anforderungen an Schulen stiegen, müssten zugleich verlässliche Entlastungen geschaffen werden, erklärte der Vorsitzende Matthias Aschern.

Forderung nach 110 Prozent

Konkret verlangt der Verband eine Personalversorgung von mindestens 110 Prozent. Damit sollen Ausfälle besser aufgefangen werden können. Außerdem fordert er mehr Zeit für Leitungsaufgaben, multiprofessionelle Teams und Verwaltungsassistenzen an Schulen. Die Verteilung der Ressourcen solle stärker über einen Sozialindex erfolgen, der unterschiedliche Belastungen einzelner Schulen berücksichtigt.

Der Antrag von SPD und Grünen soll an diesem Freitag im Kultusausschuss des niedersächsischen Landtags beraten werden.

Originalquelle

Nordsee-Zeitung

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