Schockanruf in Huchting: 73-Jährige übergibt hohe Geldsumme

Betrüger täuschten eine dringende Operation des Sohnes vor. Eine Seniorin aus Bremen übergab daraufhin Bargeld an einen unbekannten Mann.

Panorama 24. Oktober 2026, 02:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Telefonbetrüger haben eine 73 Jahre alte Frau in Bremen-Huchting um eine hohe Bargeldsumme gebracht. Die Täter behaupteten, ihr Sohn sei nach einem schweren Verkehrsunfall dringend auf eine Operation angewiesen. Erst als der Sohn wenig später nach Hause kam, erkannte die Seniorin den Betrug.

Nach Angaben der Polizei rief zunächst eine Frau bei der 73-Jährigen an. Sie erzählte, der Sohn habe einen schweren Unfall verursacht und sei dabei selbst schwer verletzt worden. Für die angeblich notwendige Notoperation müsse seine Mutter eine Kaution hinterlegen.

Falscher Kommissar übernimmt

Im Verlauf des Gesprächs meldete sich ein Mann, der sich als Polizeikommissar ausgab. Er setzte die Seniorin unter Zeitdruck und erklärte ihr, wie sie das Geld übergeben solle. Die verunsicherte Frau folgte den Anweisungen und händigte einem unbekannten Abholer Bargeld aus. Zur genauen Höhe der Beute machte die Polizei keine Angaben.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Angaben zum Abholer oder zu weiteren Tatverdächtigen liegen nicht vor.

Polizei warnt vor Geldforderungen

Die Polizei weist darauf hin, dass eine medizinische Behandlung nach einem Unfall nicht von einer vorherigen Geldzahlung abhängt. Behörden verlangten zudem weder Bargeld noch Wertsachen zur Abholung an der Haustür.

Wer bei einem Anruf unter Druck gesetzt wird oder Zweifel an der geschilderten Geschichte hat, sollte das Gespräch beenden und selbst den Polizeinotruf 110 wählen. Finanzielle Verhältnisse sollten am Telefon nicht offengelegt werden. Geld und Wertgegenstände sollten niemals an unbekannte Personen übergeben werden.

Schauplatz

Huchting, Bremen Große Karte

Orte

Huchting

Originalquelle

Nordsee-Zeitung

Teilen

Kommentare

Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.

Den ersten Kommentar schreiben

Mit dem Absenden werden Name, Kommentar und Zeitpunkt öffentlich angezeigt. E-Mail-Adresse und IP-Adresse bleiben intern; die IP-Adresse wird nach 30 Tagen gelöscht.

Verwandte Artikel

Impressum · Datenschutz