Ritterhude erinnert mit Andacht, Kerzenmarsch und Film
Am 9. November gedenkt Ritterhude der Opfer des Nationalsozialismus. Geplant sind eine Andacht, ein Kerzenmarsch, Kranzniederlegungen und ein Film.
Ritterhude erinnert am Montag, 9. November, mit mehreren Veranstaltungen an die Opfer des Nationalsozialismus. Anlass ist der Jahrestag der Novemberpogrome von 1938. Zum Programm gehören eine kirchliche Andacht, ein gemeinsamer Kerzenmarsch, zwei Kranzniederlegungen und eine Filmvorführung.
Der zentrale Gedenkweg beginnt um 18.45 Uhr an der St.-Johannes-Kirche. Nach der Andacht wird dort ein Kranz niedergelegt. Anschließend gehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Kerzen zum Rathaus. Dort ist eine weitere Kranzniederlegung vorgesehen.
Film über Erinnerungskultur
Die Ritterhuder Lichtspiele zeigen außerdem das Drama Am Ende kommen Touristen von Regisseur Robert Thalheim. Der Film setzt sich mit dem Leben in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz auseinander. Im Mittelpunkt stehen der Umgang mit der Vergangenheit, die heutige Erinnerungskultur und die daraus entstehenden Widersprüche im Alltag.
Ergänzt wird das Gedenken durch weitere Veranstaltungen und Aktionen in der Gemeinde. Dazu zählen nach Angaben der Gemeinde auch mehrere Projekte an Schulen.
Gedenken in der Region
Auch andere Orte im Bremer Umland erinnern rund um den 9. November an die nationalsozialistische Verfolgung. In Osterholz-Scharmbeck ist ebenfalls eine gemeinsame Gedenkveranstaltung geplant. Achim verbindet sein Programm mit Reden, Musik und einem Weg durch die Innenstadt zum Synagogendenkmal. In Bremen befassen sich Lesungen, Rundgänge, Andachten und Vorträge im Rahmen der Aktionswochen „Schalom Bremen“ mit der Geschichte der Verfolgung und heutigen Formen des Antisemitismus.
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Gemeinde RitterhudeKommentare
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