„Rachel erzählt“ erinnert an verfolgte Bremer Familie
In St. Stephani zeichnet ein multimediales Projekt das kurze Leben von Rachel Abraham und die Verfolgung ihrer jüdischen Familie nach.
Die Geschichte der jüdischen Familie Abraham steht im Mittelpunkt einer Erinnerungsveranstaltung in der Bremer Kirche St. Stephani. „Rachel erzählt“ schildert die Ereignisse aus der Perspektive der jungen Rachel Abraham. Historische Dokumente und Bilder werden dabei mit Klaviermusik verbunden. Der Eintritt ist frei.
Rachel wäre 2026 nach Angaben der Veranstalter 85 Jahre alt geworden. Ihre Geschichte führt zurück in das Jahr 1941 und macht die nationalsozialistische Verfolgung am Beispiel einer Bremer Familie nachvollziehbar.
Kirche als Schauplatz
St. Stephani ist eng mit der Familiengeschichte verbunden. Rachels Eltern Johanna und Ernst Moritz Abraham heirateten dort, Rachel wurde in der Kirche getauft. Ihre Geschwister besuchten dort die Schule. Vor der Deportation der Familie fand in der Kirche ein Abschiedsgottesdienst statt.
Die Veranstaltung erinnert zugleich an Mitglieder der Gemeinde, die sich trotz drohender Repressionen während der NS-Diktatur auf die Seite der Familie stellten. Damit wird die Kirche sowohl als Ort der Verfolgungsgeschichte als auch als Ort menschlicher Unterstützung betrachtet.
Dokumente und Musik
Die Erzählung wird durch Live-Musik am Flügel ergänzt. Auf dem Programm stehen Werke von Johann Sebastian Bach, Robert Schumann und Fazıl Say. Das Projekt verbindet die Familiengeschichte mit der Frage, wie Menschen angesichts von Ausgrenzung und Angriffen auf demokratische Werte Haltung zeigen können.
Veranstalter sind die Kulturkirche St. Stephani und das Evangelische Bildungswerk. Spenden sollen der Ergänzung der Stolpersteine für die Familie Abraham vor der Kirche zugutekommen. Ein Termin und eine Uhrzeit gehen aus der vorliegenden Ankündigung nicht hervor.
Schauplatz
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Bremische Evangelische KircheKommentare
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