Ostbeauftragte fordert Bundespräsidentin aus Ostdeutschland
Elisabeth Kaiser kritisiert bei den Einheitsfeiern in Bremen die fehlende ostdeutsche Vertretung an der Staatsspitze.
Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, hat sich für eine ostdeutsche Bundespräsidentin ausgesprochen. Anlass ihrer Forderung ist die Zusammensetzung der Staatsspitze bei den zentralen Feiern zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen. Unter den dort vertretenen Spitzenrepräsentanten des Staates stammt nach Kaisers Darstellung niemand aus Ostdeutschland.
Kaiser wertet dies als Zeichen einer weiterhin bestehenden Ungleichheit zwischen Ost und West. Aus ihrer Sicht ist die Zeit für eine Frau aus Ostdeutschland im höchsten Staatsamt gekommen. Damit richtet sie den Blick bereits auf die Wahl des nächsten Staatsoberhaupts.
Debatte über Repräsentation
Die Forderung fiel im Umfeld der offiziellen Einheitsfeierlichkeiten am 3. Oktober in Bremen. Dort kamen Vertreterinnen und Vertreter der Verfassungsorgane zusammen. Zum Programm gehörten ein Gottesdienst im St. Petri Dom und ein Festakt mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Steinmeier erinnerte in seiner Rede an den Mut der Menschen im Jahr 1989 und warnte vor Angriffen auf Freiheit, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Kaiser rückte dagegen die personelle Repräsentation Ostdeutschlands in den Mittelpunkt.
Signal für die nächste Wahl
Mit ihrem Vorstoß verbindet die Ostbeauftragte die Debatte über die deutsche Einheit mit einer konkreten Forderung an die künftige Besetzung des Bundespräsidentenamtes. Eine unmittelbare personelle Entscheidung ist damit nicht verbunden. Kaiser plädiert jedoch dafür, die ostdeutsche Herkunft bei der Auswahl der nächsten Kandidatin ausdrücklich zu berücksichtigen.
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