Oldenburg eröffnet Beratungsstelle für Familien mit wenig Geld
Das Projekt DOCK berät Familien kostenlos zu Sozialleistungen, Arbeit, Betreuung und weiteren Belastungen. Die Anlaufstelle sitzt an der Nelkenstraße.
Die Stadt Oldenburg hat mit „DOCK – Teilhabeberatung für Familien“ eine neue kostenlose Anlaufstelle für Eltern mit geringem Einkommen eingerichtet. Die Beratung ist freiwillig und vertraulich. Sie soll Familien helfen, wenn finanzielle Sorgen mit Problemen bei Arbeit, Kinderbetreuung, Gesundheit oder Sprache zusammentreffen.
Die Fachkräfte unterstützen bei Anträgen und Fragen zu Sozialleistungen, vermitteln an passende Angebote und begleiten Familien bei beruflichen und persönlichen Perspektiven. Auch die Suche nach einer existenzsichernden Beschäftigung oder Ausbildung kann Teil der Beratung sein.
Beratung an mehreren Orten
Die DOCK-Station befindet sich an der Nelkenstraße. Dort ist das Angebot montags bis donnerstags von 9 bis 15 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr erreichbar. Darüber hinaus sollen Beraterinnen und Berater mit „DOCK Mobil“ in Stadtteile, Kitas, Schulen und Stadtteiltreffs kommen. Bei Bedarf sind Hausbesuche und Begleitungen zu Behörden vorgesehen. Ein digitaler Zugang zu Informationen und Beratung wird ebenfalls aufgebaut.
Stellen sollen enger kooperieren
Das Projekt soll zudem die Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, Jugendhilfe, Jobcenter, Arbeitsagentur und Wohlfahrtsverbänden verbessern. Damit sollen Familien weniger mit unterschiedlichen Zuständigkeiten konfrontiert werden und Hilfen besser aufeinander abgestimmt sein.
DOCK wird seit Januar aufgebaut und läuft bis Ende 2028. Für das Vorhaben stehen rund zwei Millionen Euro bereit. Die Förderung erfolgt zu 90 Prozent über den Europäischen Sozialfonds Plus und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Anlass ist unter anderem der Oldenburger Armutsbericht von 2024, der in mehreren Stadtteilen ein erhöhtes Armutsrisiko für Familien mit Kindern festgestellt hatte.
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