Ocean Park scheiterte – aus der Brache wurden Bremerhavens Havenwelten
Der geplante Ocean Park am Alten und Neuen Hafen kam nie zustande. Erschlossene Flächen bildeten später die Grundlage für die Havenwelten.
Der Ocean Park sollte Ende der 1990er Jahre ein großes Erlebniszentrum am Alten und Neuen Hafen in Bremerhaven werden. Geplant waren Angebote rund um Ozeane, Meeresforschung sowie Tier- und Pflanzenwelt. Das Vorhaben wurde jedoch aufgegeben, nachdem die Köllmann AG als vorgesehene Investorin insolvent wurde und kein Ersatz gefunden werden konnte.
Der Park war als Schwesterprojekt des Space Park in Bremen gedacht und sollte ebenfalls durch eine Einkaufsmeile ergänzt werden. Nach dessen wirtschaftlichem Scheitern im Jahr 2004 verstärkten sich die Zweifel an dem Bremerhavener Projekt. Zudem hatte sich vor Ort die Bürgerinitiative „Ocean Park – Nein Danke“ gegen die Pläne formiert. Politische Schwierigkeiten bremsten die Umsetzung zusätzlich.
Flächen blieben nutzbar
Die Vorarbeiten für den Ocean Park waren dennoch nicht vergeblich. Erschließungen im Bereich der früheren Hafenflächen konnten für die spätere Entwicklung der Havenwelten verwendet werden. Der Alte und der Neue Hafen hatten durch Veränderungen in der Schifffahrt an Bedeutung verloren; Teile des rund 40 Hektar großen Areals lagen über lange Zeit brach oder dienten als provisorische Parkplätze.
Neustart mit Havenwelten
Im neuen Jahrtausend beschloss Bremerhaven einen Rahmenplan für die touristische Umgestaltung des Gebiets. Bauherrin der Entwicklung war die städtische Gesellschaft Bremerhavener Entwicklungsgesellschaft Alter/Neuer Hafen. Bis 2009 investierten das Land Bremen und die Stadt Bremerhaven laut der Darstellung rund 350 Millionen Euro in das Entwicklungsgebiet, darunter auch in den Neubau des Zoos am Meer.
Heute gehören unter anderem das Deutsche Auswandererhaus, das Klimahaus, das Deutsche Schifffahrtsmuseum, der Museumshafen, das Mediterraneo und das Atlantic Hotel Sail City zu den Havenwelten. Das Klimahaus zählte nach einer Presseinformation von 2019 seit seiner Eröffnung mehr als vier Millionen Besucherinnen und Besucher.
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blogs.uni-bremen.de (recherchiert)Kommentare
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