Neues MRT verkürzt Untersuchungen im Klinikum Bremerhaven

Das Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide modernisiert seine MRT-Diagnostik. Neue Sensoren und KI-Funktionen sollen Aufnahmen beschleunigen und präzisieren.

Panorama 09. Oktober 2026, 00:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide (Logo)
Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide (Logo) | Foto: OstelKlinikum Bremerhaven / Wikimedia Commons, gemeinfrei

Das Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide hat seine radiologische Diagnostik mit einem modernisierten 3-Tesla-Magnetresonanztomografen ausgebaut. Das Gerät arbeitet mit Sensoren und KI-gestützten Assistenzfunktionen. Untersuchungen sollen dadurch schneller, leiser und für Patienten weniger belastend werden.

Von der Technik profitieren nach Angaben des Klinikums vor allem die Neurologie und Neuroradiologie, die Neurochirurgie, die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde sowie die Tumordiagnostik. Die Feldstärke von drei Tesla ermöglicht besonders detailreiche Aufnahmen, unter anderem bei Erkrankungen des Gehirns, des Herzens und bei Krebsverdacht.

Kürzere Aufnahmezeiten

Beschleunigte Diffusionsverfahren können hochauflösende Bilder des Gehirns liefern. Sie kommen beispielsweise bei einem akuten Schlaganfall, Hirntumoren oder entzündlichen Erkrankungen zum Einsatz. Bei bestimmten neurologischen Untersuchungen lässt sich die Aufnahmezeit laut Klinikum um bis zu 60 Prozent verkürzen.

Auch die Geräuschbelastung soll sinken. Der Hersteller gibt eine Verringerung um bis zu 96 Prozent an. Davon könnten insbesondere Menschen profitieren, die empfindlich auf Lärm reagieren oder Angst vor der Untersuchung in der engen Röhre haben. Assistenzsysteme unterstützen zudem die Planung und sollen eine gleichbleibende Bildqualität ermöglichen.

Sensoren erfassen Herz und Atmung

Für Untersuchungen des Herzens erkennt ein Sensor den Herzschlag direkt über die Untersuchungsspule. Ein herkömmliches EKG mit aufgeklebten Elektroden ist zur Synchronisierung der Aufnahmen dann nicht mehr erforderlich. Die Vorbereitung wird dadurch verkürzt. Zugleich kann das Gerät die Bilder auf den individuellen Herzrhythmus abstimmen.

Integrierte Sensoren registrieren außerdem die Atembewegungen bei Untersuchungen von Bauch und Leber. Ein zusätzlicher Atemgurt entfällt. Das System passt die Aufnahme an das Atemmuster an. Dies soll besonders älteren, schwer erkrankten oder wenig belastbaren Menschen helfen, denen längeres Luftanhalten schwerfällt. Präzisere Darstellungen der Bauchorgane sind zudem für die Tumordiagnostik und das Darmkrebszentrum des Klinikums relevant.

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