Nagelkreuze aus Coventry kommen in den Bremer St.-Petri-Dom

Die Bremische Evangelische Kirche tritt der internationalen Nagelkreuzgemeinschaft bei. Zwei Kreuze werden am 1. November im Dom übergeben.

Panorama 27. Oktober 2026, 01:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Nagelkreuz Coventry (Archivfoto)
Nagelkreuz Coventry (Archivfoto) | Foto: Magnussen, Friedrich (1914-1987) / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de

Die Bremische Evangelische Kirche wird als erste komplette Landeskirche in die internationale Nagelkreuzgemeinschaft aufgenommen. Bei einem Gottesdienst am Sonntag, 1. November, übergibt die amtierende Dekanin von Coventry, Kate Massey, zwei Nagelkreuze. Die Feier im Bremer St.-Petri-Dom beginnt um 10 Uhr.

Ein Kreuz soll im kommenden Jahr dauerhaft auf den Treppenstufen vor dem Dom aufgestellt werden. Das zweite wird als mobiles Symbol durch die Gemeinden der Landeskirche wandern und dort Gespräche über Frieden, Vergebung und Versöhnung anstoßen.

Gottesdienst mit Gästen

Kate Massey hält die Predigt. An der Gestaltung wirken unter anderem Kirchenpräsident Bernd Kuschnerus, Domprediger Christian Naegeler, Pastor Andreas Hamburg und Pastorin Inge Kuschnerus mit. Bürgermeister Andreas Bovenschulte sowie Oliver Schuegraf, Vorsitzender der Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland, sind für Grußworte angekündigt.

Eingeladen wurden zudem Gäste aus Bremens Partnerstädten, darunter Gdańsk und Odesa. Die Musik übernehmen Domkantor Tobias Gravenhorst und der ukrainische Frauenchor Gloria UA unter Leitung von Yana Wermuth.

Gebete für den Frieden

Mit der Aufnahme verpflichtet sich die Bremische Evangelische Kirche, die Versöhnungsarbeit der Gemeinschaft in ihren Gemeinden zu verankern. Geplant sind Friedensandachten. Außerdem soll das freitägliche Mittagsgebet im Dom regelmäßig als Friedensgebet gestaltet werden. Inge Kuschnerus koordiniert die Aktivitäten.

Die Nagelkreuzbewegung geht auf die Zerstörung der Kathedrale von Coventry durch deutsche Bomben im November 1940 zurück. Drei mittelalterliche Nägel aus den Trümmern wurden zu einem Kreuz zusammengefügt. Daraus entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg ein internationales Netzwerk für Versöhnung. Ihm gehören nach Angaben der Kirche weltweit mehr als 160 Zentren an, darunter 85 Partner in Deutschland.

Schauplatz

St. Petri Dom, Bremen Große Karte

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