Nacht der Jugend erinnert im Bremer Rathaus an NS-Verfolgung
Jugendliche gestalten am 10. November einen Gedenkabend mit Musik, Tanz und Gesprächen. Ehrengast ist der Sinto Giano Weiß.
Mit Gesprächen, Musik, Tanz und Präsentationen erinnert die „Nacht der Jugend“ am Dienstag, 10. November 2026, im Bremer Rathaus an die Novemberpogrome von 1938. Der Einlass beginnt um 17.30 Uhr. Der Besuch ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Veranstaltung steht in diesem Jahr unter dem Motto „Die Gedanken sind frei“. Es wurde bei einer Online-Abstimmung aus Vorschlägen des Organisationsteams ausgewählt. Im Mittelpunkt stehen die Freiheit des Denkens, Menschenwürde und ein respektvolles Zusammenleben.
Verfolgung der Sinti
Ehrengast ist Giano Weiß. Er setzt sich seit seinem 17. Lebensjahr mit der nationalsozialistischen Verfolgung der Sinti auseinander. Weiß ist ein Ururenkel von Anton Schmidt, der von 1902 bis 1984 lebte. Mehr als 40 Angehörige von Schmidts Bremer Sinti-Familie wurden während der NS-Zeit ermordet.
Jugendliche und junge Erwachsene bereiten den Gedenkabend weitgehend ehrenamtlich vor. Das Team arbeitet jeweils rund ein Jahr an dem Programm und stimmt sich dafür mit Schulen und Verbänden ab. Neben den Bühnenbeiträgen sind Informationsstände verschiedener Organisationen vorgesehen.
Gedenken seit 1998
Die erste „Nacht der Jugend“ fand 1998 im Rathaus statt. Sie erinnert an die Pogromnacht vom 9. November 1938 und die anschließenden Ausschreitungen gegen Jüdinnen und Juden. Das Format soll insbesondere junge Menschen ansprechen und die Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen fördern.
Jacken und Taschen müssen am Eingang an der Garderobe abgegeben werden. Verbotene Kennzeichen und Symbole sowie Nationalflaggen dürfen nicht mitgebracht werden.
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Senatspressestelle BremenKommentare
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