Muhlis Kenter zeigt migrantischen Alltag der 70er und 80er Jahre

Die Bremer Zentralbibliothek zeigt bis zum 28. November Fotografien über Arbeit, Bildung und Alltag türkischer Migranten in Westdeutschland.

Kultur 03. November 2026, 15:17 Uhr 1 Min. Lesezeit 3 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Stadtbibliothek Bremen (Logo)
Stadtbibliothek Bremen (Logo) | Foto: Wikimedia Commons, gemeinfrei

Die Ausstellung „Es kommen Menschen“ mit Fotografien von Muhlis Kenter ist bis zum 28. November 2026 im Wall-Saal der Bremer Zentralbibliothek zu sehen. Im Mittelpunkt stehen Menschen aus der Türkei, die in den 1970er und 1980er Jahren in Westdeutschland lebten und arbeiteten.

Die Schau fällt in das Jahr des 65. Jahrestags des Anwerbeabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei. Viele Angehörige der ersten Generation türkischer Arbeitsmigranten sind inzwischen im Ruhestand. Teilweise haben auch ihre Kinder bereits das Rentenalter erreicht.

Arbeit und Alltag

Kenters Aufnahmen dokumentieren körperlich belastende Tätigkeiten, schwierige Wohn- und Lebensbedingungen sowie soziale Unsicherheit. Zu sehen sind Arbeiterinnen und Arbeiter im Bergbau, in der Metallindustrie und in Textilfabriken. Daneben widmet sich der Fotograf dem Alltag außerhalb der Betriebe.

Weitere Bilder entstanden bei Bildungsprojekten für türkische Kinder und Jugendliche. Porträts zeigen persönliche Erfahrungen und Entwicklungen. Die Ausstellung behandelt damit auch Fragen nach Integration, gesellschaftlicher Teilhabe, Zugehörigkeit und gemeinsamem Zusammenleben.

Führung im November

Eine After-Work-Führung ist für Dienstag, 10. November, von 17.30 bis 18.30 Uhr vorgesehen. Die Öffnungszeiten des Wall-Saals wechseln während der Laufzeit. Am 3. November ist die Ausstellung von 10 bis 19 Uhr geöffnet, am 4. November von 13 bis 19 Uhr und am 5. November von 9 bis 14 Uhr. Am 6. November bleibt sie geschlossen. Der letzte Ausstellungstag ist Sonnabend, 28. November; dann ist der Wall-Saal von 10 bis 13 Uhr zugänglich.

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