Minister drängt auf Ende salzhaltiger Abwässer in der Weser

Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer fordert, die Einleitung von Produktionsabwässern aus dem Kalibergbau 2027 zu beenden.

Panorama 21. September 2026, 02:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Christian Meyer (Archivfoto)
Christian Meyer (Archivfoto) | Foto: Foto-AG Melle / Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer fordert ein Ende der Einleitung salzhaltiger Produktionsabwässer in die Werra im kommenden Jahr. Über die Werra gelangt das belastete Wasser auch in die Weser. Der Grünen-Politiker kritisiert damit Pläne des Düngemittelherstellers K+S, die Einleitungen über 2027 hinaus fortzusetzen.

Nach Angaben Meyers belastet die hohe Salzfracht die Weser bereits seit Jahrzehnten. Verschärft werde die Lage durch häufiger auftretende Niedrigwasserphasen. Wenn weniger Wasser durch den Fluss fließt, werden eingeleitete Salze geringer verdünnt und erreichen entsprechend höhere Konzentrationen.

Pläne bis 2039

K+S hatte zunächst zugesagt, von 2028 an kein Produktionsabwasser mehr in die Werra einzuleiten. Danach sollte nur noch geringer konzentriertes Haldenwasser in den Fluss gelangen. Später kündigte das Unternehmen jedoch an, auch nach 2027 weiterhin Produktionsabwässer einzuleiten.

Nach früheren Angaben des Regierungspräsidiums Kassel umfassen die entsprechenden Planungen den Zeitraum von 2028 bis 2039. Meyer wirft dem Unternehmen vor, notwendige Veränderungen hinauszuzögern. Statt weiterer Einleitungen müssten dauerhafte Lösungen für den Umgang mit den Salzabfällen gefunden werden.

Ökologische Ziele gefährdet

Die Anrainerländer der Weser haben nach Angaben des Ministers vereinbart, die Salzbelastung schrittweise zu senken. Ab 2027 soll die Weser demnach einen guten ökologischen Zustand erreichen. Meyer sieht dieses Ziel durch eine Fortsetzung der Einleitungen gefährdet.

Die salzhaltigen Abwässer entstehen beim Kalibergbau in Hessen. Sie werden in die Werra eingeleitet, die gemeinsam mit der Fulda die Weser bildet. Damit können sich die Belastungen auf den weiteren Flussverlauf auswirken.

Originalquelle

Nordsee-Zeitung

Teilen

Kommentare

Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.

Den ersten Kommentar schreiben

Mit dem Absenden werden Name, Kommentar und Zeitpunkt öffentlich angezeigt. E-Mail-Adresse und IP-Adresse bleiben intern; die IP-Adresse wird nach 30 Tagen gelöscht.

Verwandte Artikel

Impressum · Datenschutz