Grüne fordern Ende der Kali-Abwässer in Werra und Weser

Grüne aus vier Bundesländern wenden sich gegen Salzeinleitungen über 2027 hinaus. Sie verlangen vom Düngemittelhersteller K+S, frühere Zusagen einzuhalten.

Panorama 18. Oktober 2026, 02:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 3 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Ein Bündnis der Grünen aus vier Bundesländern fordert, die Einleitung von Produktionsabwässern aus dem Kalibergbau in die Werra ab 2028 zu stoppen. An einer Protestaktion in Witzenhausen beteiligten sich Vertreter aus Hessen, Niedersachsen, Thüringen und Nordrhein-Westfalen. Ihre Kritik richtet sich an den Düngemittelhersteller K+S.

Das Kasseler Unternehmen hatte nach früheren Angaben angekündigt, auch nach 2027 Produktionsabwasser in die Werra leiten zu wollen. Zuvor hatte K+S zugesagt, ab 2028 darauf zu verzichten und nur noch geringer konzentriertes Wasser aus den Salzhalden einzuleiten. Laut früheren Informationen des Regierungspräsidiums Kassel umfassen die neuen Planungen den Zeitraum von 2028 bis 2039.

Belastung bis in die Weser

Die Grünen verweisen darauf, dass das salzhaltige Wasser über die Werra in die Weser gelangt. Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer erklärte, die Belastung ende nicht an den Grenzen der Bundesländer. Die vereinbarten Ziele zur schrittweisen Verringerung des Salzgehalts müssten deshalb bestehen bleiben.

Britta Kellermann aus der niedersächsischen Grünen-Landtagsfraktion verlangte, die Einleitung von Prozessabwässern ab 2028 zu beenden. Der Thüringer Grünen-Sprecher Luis Schäfer wies zugleich darauf hin, dass Wasser aus großen Salzhalden die Flüsse voraussichtlich noch über Jahrzehnte belasten werde.

Forderung an K+S

Kaya Kinkel, stellvertretende Vorsitzende der hessischen Grünen-Landtagsfraktion, bezeichnete die Kaliindustrie als wichtigen Arbeitgeber in Nordhessen. Gerade deshalb brauche es eine langfristig tragfähige Perspektive. Das angekündigte Ende der Einleitung von Produktionsabwässern müsse gelten. Auch die nordrhein-westfälische Grünen-Abgeordnete Astrid Vogelheim forderte eine dauerhafte Lösung statt einer Fortsetzung der bisherigen Praxis.

Originalquelle

Nordsee-Zeitung

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