Millionenschaden vermutet: Anwalt aus Wildeshausen in U-Haft
Ein 49-jähriger Rechtsanwalt soll mit gefälschten Vollmachten mehr als eine Million Euro erlangt haben. Gegen ihn laufen weitere Verfahren.
Ein 49 Jahre alter Rechtsanwalt aus Wildeshausen sitzt in Untersuchungshaft. Die Polizei vollstreckte den Haftbefehl am Dienstag, 13. Oktober. Eine Haftrichterin ordnete am Mittwoch auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg den Vollzug der Untersuchungshaft an.
Dem Beschuldigten werden in dem aktuellen Verfahren unter anderem gewerbsmäßiger Betrug und gewerbsmäßige Untreue vorgeworfen. Der geschätzte Schaden liegt nach Angaben der Polizei bei mehr als einer Million Euro.
Gefälschte Vollmachten
Der Rechtsanwalt soll gefälschte Vollmachten eingesetzt haben, um Zahlungen an sich zu veranlassen. Das erhaltene Geld soll er anschließend für persönliche Zwecke verwendet haben. Weitere Angaben zur Zahl der mutmaßlich Geschädigten oder zum Zeitraum der vorgeworfenen Taten machte die Polizei nicht.
Der Haftbefehl war zuvor auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg vom Amtsgericht Oldenburg erlassen worden. Untersuchungshaft ist keine Vorwegnahme einer Verurteilung. Für den Beschuldigten gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.
Weitere Anklagen anhängig
Nach Angaben der Polizei wurden gegen den 49-Jährigen in jüngerer Zeit bereits mehrere Anklagen vor dem Landgericht Oldenburg erhoben. Welche Vorwürfe diese Verfahren betreffen und ob sie mit dem aktuellen Fall zusammenhängen, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Die Ermittlungen dauern an. Zu einer möglichen Einlassung des Beschuldigten liegen keine Angaben vor.
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Polizei DelmenhorstKommentare
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