Sport

Mehr gemeldete Vorfälle auf Bremer Fußballplätzen

Im Bereich des Bremer Fußball-Verbands stieg die Zahl gemeldeter Vorkommnisse. Weniger Partien mussten dagegen abgebrochen werden.

11. September 2026, 12:04 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Im Bereich des Bremer Fußball-Verbands sind in der Saison 2025/26 mehr Gewalt- und Diskriminierungsvorfälle gemeldet worden als im Vorjahr. In 69 von 6569 erfassten Spielen wurde mindestens ein Vorkommnis dokumentiert. Das entspricht 1,05 Prozent der Partien, nach 0,80 Prozent in der vorherigen Saison.

Bundesweit blieb die Lage im Amateurfußball nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes weitgehend stabil. Die Zahl der Spiele mit gemeldeten Gewalt- oder Diskriminierungsvorfällen sank dort zum dritten Mal in Folge leicht.

Mehr Gewaltmeldungen

Im Bremer Verbandsgebiet, zu dem Bremen und Bremerhaven gehören, wurden in 55 Spielen Gewaltvorfälle erfasst. Ihr Anteil stieg damit von 0,57 auf 0,84 Prozent. Als Gewaltvorfälle gelten in der Statistik unter anderem Bedrohungen und körperliche Übergriffe.

Diskriminierungsvorfälle wurden in 17 Begegnungen gemeldet, zwei weniger als in der Vorsaison. Die Zahl der Spielabbrüche ging deutlich zurück: Zehn Partien wurden abgebrochen, nach 17 im Jahr zuvor. Das entspricht 0,15 Prozent aller erfassten Spiele.

Meldungen auch außerhalb des Spielberichts

Der Verband weist darauf hin, dass seine Anlaufstelle zusätzlich Hinweise zu Vorfällen erhält, die nicht im elektronischen Spielbericht festgehalten wurden. Bei der Einordnung und Aufarbeitung arbeitet der BFV nach eigenen Angaben mit Polizei, Staatsanwaltschaft, Innenbehörde und Sportamt zusammen.

Bundesweit wurden 1,284 Millionen abgeschlossene Spielberichte ausgewertet. In 3386 Spielen war mindestens ein Gewaltvorfall vermerkt, in 2315 mindestens ein Diskriminierungsvorfall. Insgesamt endeten 842 Spiele vorzeitig, nach 825 in der Saison zuvor.

Der DFB startet unterdessen in der Kreisliga B Gelsenkirchen ein wissenschaftlich begleitetes Bodycam-Pilotprojekt für Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter. Die Kameras speichern Aufnahmen erst, wenn sie von der Spielleitung aktiviert werden.

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