Politik

Linke in Gröpelingen weist Strohmanns Kritik scharf zurück

Die Linke im Beirat Gröpelingen kritisiert CDU-Landeschef Heiko Strohmann wegen dessen Äußerungen zu sozialen Einrichtungen, Suchthilfe und Beschäftigungsträgern.

04. August 2026, 11:14 Uhr 1 Min. Lesezeit 4 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Heiko Strohmann (Archivfoto)
Heiko Strohmann (Archivfoto) | Foto: Leonie Rabea Große / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 de

Die Linke im Beirat Gröpelingen hat Äußerungen des CDU-Landesvorsitzenden und Bürgerschaftsabgeordneten Heiko Strohmann zur sozialen Infrastruktur des Stadtteils zurückgewiesen. Fraktionssprecher Dieter Winge kritisierte insbesondere die von Strohmann verwendete Bezeichnung einer „Sozialindustrie“.

Winge erklärte, diese Wortwahl werde weder den Problemen im Stadtteil noch dem Einsatz haupt- und ehrenamtlicher Kräfte gerecht. Soziale Einrichtungen unterstützten Familien, begleiteten Jugendliche, qualifizierten Arbeitslose und berieten Menschen mit Suchterkrankungen.

Streit um Einrichtungen

Nach Darstellung der Linken hatte Strohmann unter anderem Tura Bremen und Kultur vor Ort thematisiert. Winge wandte sich dagegen, beide Einrichtungen gegeneinander auszuspielen. Sport, Kultur, Bildung und Integrationsarbeit erfüllten unterschiedliche Aufgaben und ergänzten sich aus Sicht der Fraktion.

Kritik an Suchthilfe-Debatte

Auch Strohmanns Aussagen zur Drogenpolitik stoßen bei der Linken auf Widerspruch. Winge beanstandete den Begriff „Junkies“ und verwies darauf, dass Sucht eine Krankheit sei. Niedrigschwellige Angebote – also Hilfen, die ohne hohe Zugangshürden erreichbar sind – könnten ein erster Schritt in Richtung Entgiftung und Therapie sein.

Die Ambulante Suchthilfe Bremen, Comeback und Caritas vermittelten nach Winges Angaben seit Jahren Menschen in weiterführende Behandlung. Eine Einschränkung solcher Hilfen berge das Risiko, dass sich offene Drogenszenen stärker in Wohnquartiere verlagerten.

Beschäftigungsträger im Fokus

Bei öffentlich finanzierten Beschäftigungsprojekten seien regelmäßige Prüfungen grundsätzlich nötig, erklärte Winge. Pauschale Vorwürfe gegen die Träger lehne seine Fraktion jedoch ab. Für viele Menschen eröffneten die Angebote Wege zu Qualifizierung, Teilhabe und Beschäftigung. Winge forderte Strohmann auf, sich als Vertreter Gröpelingens für die soziale Infrastruktur einzusetzen.

Schauplatz

Gröpelingen, Bremen

Orte

Gröpelingen

Originalquelle

Die Linke Bremen

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