Bremer CDU-Chef Strohmann verschärft Kritik an Merz
Heiko Strohmann wirft CDU-Chef Friedrich Merz vor, die unterschiedlichen Interessen der Landesverbände zu wenig zu berücksichtigen.
Der Bremer CDU-Landesvorsitzende Heiko Strohmann hat seine Kritik an Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz erneuert. Im Mittelpunkt steht erneut der Umgang der Parteiführung mit den ostdeutschen Landesverbänden.
Strohmann, der selbst aus Ostdeutschland stammt, bemängelt, die CDU biete dort zu wenig Antworten auf die besonderen politischen und gesellschaftlichen Fragen. Unter Merz fühle sich die Partei nach seiner Einschätzung nicht ausreichend als gesamtdeutsche Volkspartei aufgestellt.
Kritik am Führungsstil
Der Bremer CDU-Chef hatte Merz bereits in den vergangenen Monaten einen Führungsstil vorgeworfen, der regionale Unterschiede innerhalb der Partei zu wenig beachte. Besonders Landesverbände im Norden und Osten würden aus seiner Sicht nicht ausreichend eingebunden.
Strohmann kritisierte zudem die Kommunikation und Personalpolitik der Bundespartei. Eine politische Partei müsse anders geführt werden als ein Unternehmen, hatte er zuvor erklärt. Auch die öffentliche Wirkung der Union und die Stimmung in Teilen der CDU waren Gegenstand seiner Kritik.
Streit um ostdeutsche Interessen
Die Auseinandersetzung fällt in eine Phase, in der ostdeutsche CDU-Ministerpräsidenten bei der geplanten Rentenreform mehr Rücksicht auf die Folgen für ihre Länder verlangen. Strohmann hatte den Umgang der Parteiführung mit Ostdeutschland zuvor als zu bevormundend beschrieben.
Mit seinen erneuten Äußerungen stellt sich Strohmann gegen den Kurs des CDU-Vorsitzenden. Eine Reaktion von Merz auf die aktuelle Kritik ist nicht bekannt.
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Der TagesspiegelKommentare
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