Linke fordert Konsequenzen nach rassistischem Angriff in Bremen
Nach dem Angriff auf drei Mädchen und einen Helfer verlangt die Linke Bremen konsequente Ermittlungen und mehr Unterstützung für Betroffene.
Die Linke Bremen fordert nach einem rassistischen Angriff auf drei Mädchen in einer Bremer Straßenbahn eine konsequente Strafverfolgung und besseren Schutz vor Diskriminierung im öffentlichen Raum. Polizei und Justiz müssten Tatverdächtige ermitteln, zur Verantwortung ziehen und Betroffenen geeignete Unterstützung vermitteln, erklärte Gianfranco Tober, Sprecher für Migration, Integration und Inneres im Landesvorstand.
Auslöser ist ein Vorfall vom Samstagabend in einer Straßenbahn der Linie 10 in Richtung Gröpelingen. Nach Polizeiangaben soll ein 41-Jähriger gegen 18.50 Uhr drei Mädchen im Alter zwischen acht und zwölf Jahren mehrfach rassistisch beleidigt haben. Zudem soll er homophobe Äußerungen gemacht haben.
Helfer wurde verletzt
Ein 25 Jahre alter Fahrgast griff ein und stellte sich zwischen den Mann und die Kinder. Daraufhin soll der 41-Jährige den Helfer angegriffen und ihm unter anderem mit einer Glasflasche gegen den Kopf geschlagen haben. Der 25-Jährige wurde dabei verletzt.
Die Linke würdigte das Eingreifen des Mannes als Beispiel für Zivilcourage. Menschen, die rassistische oder queerfeindliche Übergriffe beobachten, sollten Betroffene nach Auffassung der Partei nicht allein lassen und sie bei der Dokumentation sowie einer Anzeige unterstützen.
Partei sieht Entwicklung
Tober ordnete die Tat in eine aus Sicht der Linken zunehmende Zahl rassistischer, extrem rechter und queerfeindlicher Vorfälle im Land Bremen ein. Die Partei verweist dabei allgemein auf Statistiken zur politisch motivierten Kriminalität sowie Berichte von Beratungsstellen. Konkrete Zahlen nennt ihre Mitteilung jedoch nicht.
Der Landesvorstand verlangt, dass Polizei und Justiz ihre Unterstützung für Betroffene an die Entwicklung menschenfeindlich motivierter Übergriffe anpassen. Einzelheiten zu zusätzlichen Schutzmaßnahmen im Nahverkehr oder zu konkreten Änderungen bei den Behörden nennt die Partei nicht.
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