Linke Bremen fordert Schutz queerer Menschen und CSD-Aufarbeitung
Nach tödlicher Gewalt bei einer Versammlung fordert die Bremer Linke eine genaue Aufarbeitung. Sie verweist dabei auf den CSD in Bremen in knapp vier Wochen.
Die Bremer Linke hat sich nach tödlicher Gewalt bei einer Versammlung mit queeren Menschen solidarisch erklärt. Die Linksfraktion in der Bremischen Bürgerschaft und der Landesverband kündigten an, mögliche Konsequenzen für den Christopher Street Day (CSD) in Bremen aufmerksam zu verfolgen.
Fraktionschef Nelson Janßen erklärte, queere Menschen und ihre Unterstützer sollten durch die Tat eingeschüchtert werden. Zugleich sei es nach seiner Einschätzung noch zu früh, um Schlussfolgerungen dazu zu ziehen, wie ein als islamistischer Gefährder und Gewalttäter bekannter Mann mit einem Auto in die Versammlung fahren konnte.
Forderung nach Aufarbeitung
Janßen verlangte eine gründliche Aufarbeitung des Geschehens. Dabei solle auch geprüft werden, welche Erkenntnisse für die Sicherheit beim Bremer CSD relevant sein könnten. Darüber hinaus forderte er die Bundesregierung auf, ihre Politik gegenüber queeren Verbänden zu überdenken. Diese Organisationen leisteten aus Sicht der Linksfraktion einen wichtigen Beitrag zum Schutz queerer Menschen.
CSD in knapp vier Wochen
Die Landessprecherin der Linken in Bremen und Bremerhaven, Anna Fischer, verwies auf den bevorstehenden CSD in Bremen. Die Demonstration solle auch Menschen eine Stimme geben, die wegen Bedrohungen oder Gewalt nicht selbst sichtbar auftreten könnten.
Fischer betonte, queere Rechte und Sichtbarkeit müssten weiterhin gegen fundamentalistische und rechtsextreme Gewalt verteidigt werden. Sie nannte zudem die Finanzierung queerer Verbände sowie die rechtliche und politische Gleichstellung verschiedener Identitäten und Lebensweisen als zentrale Themen.
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