Koalition will mehr Recyclingmaterial in Bremens Straßenbau
Rot-Grün-Rot will Bremens Vergaberegeln ändern, damit recycelter Beton, Asphalt und andere wiedergewonnene Baustoffe häufiger eingesetzt werden.
Die rot-grün-rote Koalition in Bremen will den Einsatz recycelter Materialien im Straßen- und Wegebau ausweiten. Ein gemeinsamer Antrag der Koalitionsfraktionen fordert den Senat auf, dafür die Kriterien bei öffentlichen Ausschreibungen und Vergaben weiterzuentwickeln. Über den Vorstoß wurde am Dienstag in der Stadtbürgerschaft beraten. Angaben zu einem Beschluss liegen nicht vor.
Wiedergewonnene Baustoffe sollen demnach bei Bauprojekten der öffentlichen Hand künftig regelmäßig berücksichtigt werden. Bislang würden solche Materialien häufig nur ausnahmsweise eingesetzt, heißt es aus der SPD-Fraktion.
Rohstoffe erneut verwenden
Beim Abriss und bei der Sanierung von Gebäuden und Verkehrswegen fallen unter anderem Beton, Ziegel und Asphalt an. Aufbereitet können diese Stoffe erneut beim Bauen verwendet werden. Sie werden dann als Recycling- oder Sekundärbaustoffe bezeichnet.
Die Koalition begründet ihren Antrag mit dem hohen Bedarf an Sand, Kies und Naturstein für Bau und Sanierung der Infrastruktur. Durch die Wiederverwendung vorhandener Materialien sollen weniger natürliche Rohstoffe benötigt und Deponien entlastet werden.
Öffentliche Hand im Fokus
Nach Einschätzung der verkehrspolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion, Anja Schiemann, könnten kürzere Transportwege zudem den Ausstoß von Kohlendioxid verringern. Die öffentliche Hand habe wegen ihrer zahlreichen Bauvorhaben besonderen Einfluss auf die Nachfrage nach recycelten Baustoffen.
Der Antrag betrifft neben Straßen und Wegen grundsätzlich auch die Vergabepraxis bei weiteren öffentlichen Bauprojekten. Konkrete Quoten, Fristen oder Vorgaben für einzelne Materialien nennt die vorliegende Mitteilung nicht.
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SPD-Fraktion BremenKommentare
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