Alte Bauteile als Klimaschützer: Urban Mining beim Bürgerfest

Ein Oldenburger Projekt zeigt beim Bürgerfest in Bremen, wie Türen, Ziegel und andere Bauteile erneut genutzt werden können.

Wirtschaft 25. September 2026, 07:50 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Urban Mining (Archivfoto)
Urban Mining (Archivfoto) | Foto: Sheiko / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Wie lassen sich Ziegel, Türen und andere Teile abgerissener Gebäude erneut verwenden? Das Oldenburger Projekt „Reallabor Urban Mining“ stellt seine Arbeit am Freitag, 2. Oktober, beim Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen vor. Der Stand der Metropolregion Nordwest befindet sich zwischen Innenstadt und Wallanlagen am Wall.

Judith Ottich und Sandra Wentzler erläutern dort, wie die Wiederverwendung von Baustoffen den Rohstoffverbrauch und den Ausstoß von Kohlendioxid verringern kann. Rückbaumaterialien, Heliumballons und ein Ratespiel sollen das Thema anschaulich vermitteln. Bei dem Spiel sind Fachbücher zur Wiederverwendung von Bauteilen zu gewinnen.

Energie steckt im Material

Im Mittelpunkt stehen die sogenannten grauen Emissionen. Gemeint sind Treibhausgase, die bei der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstellung von Baustoffen und beim Bauen entstehen. Nach Angaben der Projektleitung können diese Emissionen bei modernen, energieeffizienten Gebäuden höher ausfallen als die Emissionen aus dem Betrieb während der ersten 50 Jahre.

Werden vorhandene Bauteile erhalten oder an anderer Stelle erneut eingesetzt, müssen weniger neue Materialien hergestellt werden. Die am Stand befestigten Ballons stehen symbolisch für die Emissionen, die bei Abriss und Neubau zusätzlich entstehen würden.

Projekt läuft bis 2028

Das Reallabor untersucht gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen technische, rechtliche und wirtschaftliche Fragen der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen. Betrachtet werden alle Schritte von der Planung über den Rückbau bis zum erneuten Einbau. Ziel ist eine hochwertige Wiederverwendung, bei der Materialien nicht zu Produkten geringerer Qualität verarbeitet werden.

Das Vorhaben läuft bis 2028 und ist beim Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau der Stadt Oldenburg angesiedelt. Finanziell unterstützt wird es aus einem Förderfonds der Länder Niedersachsen und Bremen.

Schauplatz

Am Wall, Bremen Große Karte

Originalquelle

Stadt Oldenburg

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