KI wird fester Teil des Informatikunterrichts in Bremen
Das Land Bremen erprobt einen neuen Informatik-Bildungsplan an neun Schulen. Künstliche Intelligenz soll in der Sekundarstufe I verbindlich unterrichtet werden.
Künstliche Intelligenz soll künftig verbindlich im Informatikunterricht der Sekundarstufe I im Land Bremen behandelt werden. Das Fach wird im laufenden Schuljahr 2026/27 an neun Schulen in Bremen und Bremerhaven erprobt und anschließend über drei Jahre schrittweise eingeführt.
Vorgesehen ist Informatik zunächst für die Jahrgänge 8 und 9 oder alternativ 9 und 10. Der neue Bildungsplan umfasst zwei Pflichtstunden. Schulen können bei Interesse im Wahlpflichtbereich zwei weitere Stunden anbieten.
Pilotphase an neun Schulen
Den Bildungsplan testen das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, das Hermann-Böse-Gymnasium, das Kippenberg-Gymnasium sowie die Oberschulen Helsinkistraße, an der Schaumburger Straße, an der Julius-Brecht-Allee und Findorff. Hinzu kommen die Humboldtschule Bremerhaven und die St.-Johannis-Schule.
Der Unterricht soll Schülerinnen und Schüler mit digitalen Technologien vertraut machen und zugleich deren Funktionsweise sowie gesellschaftliche Folgen kritisch behandeln. Neben KI sind Datenschutz, Algorithmen und die Digitalisierung der Arbeitswelt Themen. Praktische Einheiten können etwa das Programmieren von Robotern oder die Arbeit mit einem 3D-Drucker umfassen.
Chatbot für öffentliche Schulen
Als Werkzeug steht öffentlichen Schulen seit Juni 2025 der landesweit lizenzierte, nach Angaben des Senats DSGVO-konforme KI-Chatbot AIS.chat zur Verfügung. Lehrkräfte können damit Lernangebote und dialogbasierte Aufgaben erstellen. Die Anwendung soll sowohl den Unterricht über KI als auch den Einsatz von KI beim Lernen unterstützen.
Begleitend bieten der Senator für Kinder und Bildung und das Landesinstitut für Schule Fortbildungen zu Grundlagen, Anwendung, Ethik, Datenschutz und dem reflektierten KI-Einsatz an. Auch Schulleitungen sollen über die Reihe „Digital Leadership“ bei der digitalen Schulentwicklung unterstützt werden.
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Senatspressestelle BremenKommentare
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