IT-Angriff auf Eye-Able: Bremer Sportvereine könnten betroffen sein
Unbefugte hatten Zugriff auf Teile des Eye-Able-Dashboards. Auch Daten von Nutzern aus Bremer Sportvereinen könnten betroffen sein.
Nach einem IT-Sicherheitsvorfall beim Softwareanbieter Eye-Able könnten auch Daten aus dem organisierten Sport in Bremen betroffen sein. Der Landessportbund Bremen nutzt die Anwendung für digitale Barrierefreiheit und stellt sie seinen Mitgliedsvereinen zur Verfügung.
Unbefugte Dritte verschafften sich nach Angaben des Unternehmens am 27. Oktober 2026 zeitweise Zugang zu Teilen des Eye-Able-Dashboards. Dabei könnten E-Mail-Adressen, Angaben zu Benutzerkonten, Unternehmensnamen und weitere auf der Plattform gespeicherte Informationen eingesehen worden sein.
Angriff am selben Tag gestoppt
Eye-Able erklärte, den Zugriff noch am Tag der Entdeckung beendet und die betroffenen Systeme abgesichert zu haben. Seit dem Morgen des 28. Oktober seien keine weiteren unbefugten Zugriffe festgestellt worden.
Versuche, Daten zu löschen, Passwörter von Nutzern zu verändern oder Dateien hochzuladen, seien gescheitert. Zur Untersuchung des Vorfalls habe das Unternehmen externe Fachleute für IT-Forensik und Cybersicherheit eingeschaltet. Zudem sei die zuständige Datenschutzaufsichtsbehörde informiert worden.
Passwortwechsel empfohlen
Nutzer des Dashboards sollen vorsorglich ihr Passwort ändern. Wurde dasselbe Kennwort auch bei anderen Diensten verwendet, sollte es dort ebenfalls ersetzt werden. Eye-Able rät außerdem zu besonderer Vorsicht bei unerwarteten E-Mails, Links und Dateianhängen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt Nachrichten, in denen Zugangsdaten, Zahlungen oder andere sensible Informationen verlangt werden. Ungewöhnliche Anfragen sollten über einen bereits bekannten Kontaktweg überprüft werden. Eine nicht selbst angeforderte E-Mail zum Zurücksetzen des Eye-Able-Passworts vom 27. Oktober könne gelöscht werden.
Der Landessportbund weist seine Mitgliedsvereine auf den Vorfall und die empfohlenen Schutzmaßnahmen hin. Eye-Able untersucht nach eigenen Angaben weiterhin den Umfang des Zugriffs.
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