Hundesteuer: Bremen gehört mit 150 Euro zu den teuersten Städten
Für den ersten Hund werden in Bremen jährlich 150 Euro fällig. Nur Seelze verlangt im Vergleich für Niedersachsen und Bremen mehr.
Hundehaltung ist in Bremen vergleichsweise hoch besteuert. Für den ersten Hund verlangt die Stadt 150 Euro im Jahr. Damit liegt Bremen gemeinsam mit Hannover und Hildesheim auf dem zweiten Platz eines Vergleichs des Bundes der Steuerzahler Niedersachsen und Bremen.
Mehr kostet der erste Hund nur in Seelze in der Region Hannover. Dort beträgt die jährliche Steuer 158 Euro. Im Durchschnitt werden in Niedersachsen und Bremen 52 Euro fällig.
Große Unterschiede
Für die Erhebung wurden die Steuersätze aller 941 niedersächsischen Städte und Gemeinden sowie von Bremen und Bremerhaven ausgewertet. Die niedrigsten Beträge liegen bei 15 Euro pro Jahr. Diesen Satz verlangen Lindern im Landkreis Cloppenburg sowie Engden, Isterberg, Ohne, Quendorf und Samern in der Grafschaft Bentheim.
Bei mehreren Tieren steigen die Kosten in den meisten Kommunen deutlich. Nur 28 Kommunen berechnen für weitere Hunde denselben Betrag wie für das erste Tier. Für zwei Hunde fallen im Vergleich durchschnittlich 137 Euro an, für drei Hunde 254 Euro. Die höchsten Gesamtbeträge erhebt Hannover mit 432 Euro für zwei und 702 Euro für drei Hunde.
Aufschläge für gefährliche Hunde
In 765 niedersächsischen Städten und Gemeinden gelten höhere Steuersätze für Hunde, die als gefährlich eingestuft werden. Im Mittel beträgt die Abgabe in dieser Kategorie 424 Euro jährlich.
Die höchsten Sätze für ein solches Tier liegen bei 1.000 Euro. Sie gelten in Ahlerstedt, Brest und Oldendorf im Landkreis Stade sowie in Nortmoor und Lüdersfeld. Goslar und Cuxhaven verlangen jeweils 960 Euro. Für weitere als gefährlich eingestufte Hunde können die Beträge noch höher ausfallen: Die Spitzenwerte reichen bis 1.600 Euro für das zweite Tier in Lüdersfeld und bis 2.400 Euro für das dritte in Hardegsen.
Originalquelle
NDR NiedersachsenKommentare
Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.