Hans Koschnick-Haus in Gröpelingen wird abgerissen
Die städtische Entwicklungsgesellschaft BRESTADT soll die verfallene Immobilie zurückbauen. Der Kaufvertrag ist bereits geschlossen.
Das seit Jahren leer stehende Hans Koschnick-Haus in Gröpelingen soll abgerissen werden. Bremens Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, Özlem Ünsal, hat die städtische Entwicklungsgesellschaft BRESTADT mit dem Rückbau beauftragt. Der Kaufvertrag mit dem bisherigen Eigentümer ist nach Angaben aus Gröpelingen inzwischen abgeschlossen.
Für die BRESTADT ist es der erste offizielle Auftrag zur Entwicklung eines Quartiers. Die Gesellschaft arbeitet bereits an den Großprojekten Bremer Hof und ehemaliges Horten-Kaufhaus in der Bremer Innenstadt.
Seit Jahrzehnten unbewohnt
Das Wohn- und Geschäftshaus an der Geeststraße entstand Anfang des 20. Jahrhunderts. Es gehörte lange der Familie des früheren Bremer Bürgermeisters Hans Koschnick. Koschnick wuchs in Gröpelingen auf und stand von 1967 bis 1985 als Präsident des Senats an der Spitze des Landes Bremen.
Nach einem Brand vor mehr als 20 Jahren blieb das Gebäude ungenutzt. Ein Baustopp und ausbleibende Sanierungsarbeiten verschärften den baulichen Verfall. Die Immobilie gilt seit Jahren als unbewohnbar. Nach Einschätzung der Stadt belastet ihr Zustand das Umfeld sowie Anwohner und Passanten.
Zukunft der Fläche offen
Bausenatorin Ünsal bezeichnete den Rückbau als Abschluss eines schwierigen Kapitels. Die Stadt wolle bei problematischen Immobilien eingreifen, wenn diese einen Stadtteil beeinträchtigten. Welche Nutzung nach dem Abriss auf dem Grundstück vorgesehen ist, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Auch ein Zeitplan für die Abbrucharbeiten wurde nicht genannt.
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