Hans Koschnick-Haus in Gröpelingen soll abgerissen werden
Bremen hat den Rückbau der seit Jahren leer stehenden Problemimmobilie beauftragt. Für die städtische BRESTADT ist es das erste Quartiersprojekt.
Das seit Jahrzehnten verfallende Hans Koschnick-Haus in Bremen-Gröpelingen soll abgerissen werden. Bausenatorin Özlem Ünsal hat die städtische Entwicklungsgesellschaft BRESTADT mit dem fachgerechten Rückbau beauftragt. Der Kaufvertrag mit dem bisherigen Eigentümer ist bereits geschlossen.
Das Wohn- und Geschäftshaus an der Geeststraße stammt vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Nach einem Brand vor mehr als 20 Jahren blieb das Gebäude ungenutzt. Ein Baustopp und ausgebliebene Sanierungsarbeiten verschärften den Verfall. Die Bausubstanz gilt seit Jahren als unbewohnbar.
Platz für neue Nutzung
Mit dem Abriss will die Stadt die belastende Situation für das Umfeld beenden und Raum für eine neue Entwicklung schaffen. Konkrete Angaben zur künftigen Nutzung des Grundstücks oder zum Zeitplan des Rückbaus enthält die Mitteilung nicht.
Für die BRESTADT ist das Vorhaben der erste offizielle Auftrag zur Entwicklung eines Quartiers. Die Gesellschaft arbeitet daneben an den Großprojekten Bremer Hof und ehemaliges Horten-Kaufhaus in der Bremer Innenstadt.
Eng mit Koschnick verbunden
Das Haus gehörte lange der Familie des früheren Bremer Bürgermeisters Hans Koschnick. Der in Gröpelingen aufgewachsene SPD-Politiker stand von 1967 bis 1985 als Präsident an der Spitze des Bremer Senats.
Sein Name ist weiterhin mit mehreren Orten in Bremen verbunden. Dazu gehören der Flughafen, der den Namenszusatz Hans Koschnick trägt, und der neu gestaltete Bürgermeister-Koschnick-Platz in Gröpelingen. Nach Angaben der Bausenatorin soll der Rückbau nun ein langjähriges Problem im Stadtteil beenden.
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