Politik

Grüne wollen nationale Kolonial-Gedenkstätte in Bremen

Die Grünen in der Bürgerschaft schlagen eine nationale Gedenkstätte am Bremer Antikolonialdenkmal und ein Dokumentationszentrum in Bremerhaven vor.

10. August 2026, 10:04 Uhr 1 Min. Lesezeit 3 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Die Grünen in der Bremischen Bürgerschaft fordern eine nationale Gedenkstätte für die Opfer des deutschen Kolonialismus in Bremen. Sie soll nach dem Vorschlag der Fraktion am Antikolonialdenkmal „Elefant“ angesiedelt und durch ein Dokumentationszentrum in Bremerhaven ergänzt werden.

Die Fraktion hat dazu ein Positionspapier beschlossen. Anlass der Forderung ist der Jahrestag des Beginns des Völkermords an Herero und Nama am 11. August. Eine Entscheidung von Bund, Land oder Kommunen über das Vorhaben gibt es nicht.

Zwei Standorte vorgesehen

Als Ort für das Dokumentationszentrum schlagen die Grünen das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven vor. Das Museum befasse sich bereits mit Kolonialismus und Migration. Nach Auffassung der Fraktion bietet auch die historische Rolle Bremerhavens als Ausgangspunkt kolonialer Expeditionen Anknüpfungspunkte für Forschung und Bildungsarbeit.

Für Bremen verweisen die Grünen auf das Antikolonialdenkmal sowie auf Einrichtungen wie das Übersee-Museum und das Focke-Museum. Außerdem nennen sie die Städtepartnerschaft mit Windhoek und den neu gegründeten Landesdekolonialisierungsbeirat als vorhandene Strukturen für die weitere Aufarbeitung.

Aufarbeitung stärken

Die Fraktion begründet ihren Vorschlag damit, dass es in Deutschland bislang keinen zentralen nationalen Erinnerungsort und kein umfassendes Erinnerungskonzept zum Kolonialismus gebe. Bremen und Bremerhaven sollten nach ihren Vorstellungen gemeinsam einen Ort des Gedenkens, der Forschung und der Vermittlung bilden. Dabei müssten insbesondere Gemeinschaften der Betroffenen und Nachkommen der Opfer stärker beteiligt werden.

Orte

Bremerhaven

Originalquelle

Grüne Bremen

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