Großübung auf Kreuzfahrtschiff in Bremerhaven
Rund 50 Kräfte haben auf der „Mein Schiff 3“ die Versorgung zahlreicher Verletzter geprobt. Der Betrieb an Bord lief währenddessen weiter.
Rund 50 Einsatzkräfte haben am Sonntag auf der „Mein Schiff 3“ in Bremerhaven einen Notfall mit zahlreichen Verletzten geprobt. Das Kreuzfahrtschiff lag während der Übung mit Gästen am Kreuzfahrtterminal. Die Passagiere waren vorab informiert worden. Der reguläre Betrieb an Bord wurde nicht unterbrochen.
Organisiert wurde die Übung vom Havariekommando gemeinsam mit der Reederei TUI Cruises. Das angenommene Szenario begann mit einer zunächst unklaren Lage und mehreren verletzten Menschen auf dem Schiff.
Hilfe von Land
Das Havariekommando alarmierte im Verlauf der Übung die Feuerwehren aus Cuxhaven und Wilhelmshaven. Spezialisierte Einheiten gingen an Bord und übernahmen dort die Versorgung der Verletzten. Auch mehrere Polizeibehörden waren beteiligt.
Im Mittelpunkt stand die Abstimmung zwischen der Schiffsbesatzung und den von Land kommenden Kräften. Geprobt wurden Abläufe für den Fall, dass auf einem Kreuzfahrtschiff viele Menschen gleichzeitig medizinische Hilfe benötigen.
Betreuung nach Notfällen
Ein weiterer Teil des Trainings betraf die maritime psychosoziale Notfallversorgung. Sie unterstützt Menschen, die nach einem belastenden Ereignis neben medizinischer Hilfe auch seelische Betreuung benötigen. Das Übungsszenario ging von einer potenziell großen Zahl Betroffener aus.
Nach Angaben von TUI Cruises sollten vor allem die Übergänge zwischen den ersten Maßnahmen der Besatzung und der Unterstützung durch externe Kräfte unter realistischen Bedingungen erprobt werden. Das Havariekommando verwies darauf, dass medizinische Versorgung und psychosoziale Betreuung bei einem größeren Notfall eng aufeinander abgestimmt sein müssten.
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