Große Nachfrage: Fortbildung zu Suizidverlangen zieht um
Die Ärztekammer Bremen verlegt ihre Fortbildung zum Umgang mit Suizidverlangen ins Haus im Park. Zwei Fachleute beleuchten Medizin, Ethik und Recht.
Die Ärztekammer Bremen verlegt ihre Fortbildung zum ärztlichen Umgang mit Suizidverlangen wegen der großen Nachfrage. Sie findet am Mittwoch, 28. Oktober 2026, von 17 bis 19.30 Uhr im Haus im Park auf dem Gelände des Klinikums Bremen-Ost statt. Die Teilnahme ist kostenlos und wird mit drei Fortbildungspunkten bewertet.
Im Mittelpunkt stehen Situationen, in denen Menschen aufgrund schweren Leidens, existenzieller Verzweiflung oder Suizidgedanken ärztlichen Rat suchen. Dabei geht es sowohl um Suizidprävention als auch um den Wunsch nach Unterstützung bei einer Selbsttötung.
Recht und Medizin
Ärztinnen und Ärzte bewegen sich in solchen Gesprächen zwischen unterschiedlichen Pflichten und Rechten. Auf der einen Seite steht das Persönlichkeitsrecht des Einzelnen, das auch eine selbstbestimmte Selbsttötung unter Mitwirkung Dritter umfasst. Auf der anderen Seite gehört der Schutz des Lebens zu den grundlegenden Aufgaben der Medizin. Die Veranstaltung soll Orientierung für Beratung und Begleitung geben.
Professor Jan Schildmann von der Universität Halle erläutert zentrale Begriffe und den rechtlichen Rahmen des assistierten Suizids. Zudem stellt er Erkenntnisse aus einem Berichts- und Lernsystem vor, das Anfragen und Erfahrungen zur Hilfe bei Selbsttötungen erfasst.
Sterbewünsche in der Praxis
Christof Ronge vom PalliativTeam Bremen befasst sich anschließend mit Sterbewünschen und Suizidverlangen in der ärztlichen Versorgung. Damit verbindet die Fortbildung rechtliche Grundlagen mit Erfahrungen aus der medizinischen Praxis.
Für die Veranstaltung ist eine Anmeldung bei der Ärztekammer Bremen vorgesehen. Neuer Veranstaltungsort ist das Haus im Park an der Züricher Straße in Bremen.
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