Suizidprävention in Bremen: Gottesdienst und neue Hilfsnetzwerke
Zum Welttag der Suizidprävention findet am Freitag ein Gottesdienst in Bremen statt. Zugleich werden Netzwerke, Schulungen und Schutzmaßnahmen weiter vorbereitet.
Zum Welttag der Suizidprävention ist für Freitag, 11. September, um 18 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in der Kirche Unser Lieben Frauen geplant. Die Bremische Evangelische Kirche und die Katholische Kirche in Bremen richten ihn gemeinsam aus. Vorgesehen ist auch eine Kanzelrede.
Parallel wird die kommunale Suizidprävention in Bremen und Bremerhaven weiter aufgebaut. Nach Angaben der Grünen sind in Bremen inzwischen ein Runder Tisch gegründet und in Bremerhaven entsprechende Netzwerke auf den Weg gebracht worden. Die Gesundheitsämter sollen die Arbeit jeweils koordinieren.
Hilfen sichtbarer machen
In Arztpraxen und öffentlichen Einrichtungen weisen laut Grünen Plakate auf das Nationale Suizidpräventionsprogramm und den Bremer PsychNavy hin. Über einen QR-Code sollen Betroffene und Angehörige Informationen zu Unterstützungsangeboten erhalten.
Für 2027 werden bereits weitere Aktivitäten vorbereitet. Die Psychotherapeutenkammer plant demnach Fortbildungen für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -psychotherapeuten sowie für Hausärztinnen und Hausärzte. Das Gesundheitsamt Bremen führt nach Angaben der Grünen zudem Gespräche mit der Deutschen Bahn über zusätzliche Sicherungsmaßnahmen an Gleisanlagen.
Rund um die Uhr Hilfe
Die Initiatoren betonen, dass Hilfsangebote besonders in akuten Krisen schnell erreichbar sein müssen. Wer selbst suizidale Gedanken hat oder sich um einen Menschen sorgt, kann sich jederzeit an die Telefonseelsorge wenden: kostenlos unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. Für Kinder und Jugendliche ist die Nummer gegen Kummer unter 116 111 erreichbar.
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