Wasserrettung in der Weser: Bremerhaven testet Alarmabläufe
Feuerwehr, DLRG, THW und weitere Kräfte haben bei einer unangekündigten Übung an der Nordschleuse die Rettung mehrerer Personen aus der Weser trainiert.
Die Feuerwehr Bremerhaven hat am Dienstagvormittag eine unangekündigte Wasserrettungsübung in der Weser durchgeführt. Ausgangspunkt des Szenarios war eine angeblich über Bord gegangene Person im Bereich der Nordschleuse. Gegen 13 Uhr waren alle Übungsaufgaben abgeschlossen.
Ein Übungshelfer setzte gegen 11.30 Uhr eine Puppe ins Wasser und löste über einen Notruf die Alarmierung aus. Die Integrierte Regionalleitstelle Unterweser-Elbe entsandte daraufhin die vorgesehenen Kräfte zur Wasserrettung.
Suche mit Booten und Drohne
Erstmals wurde ein Lotsenboot für die Übung mit zwei Feuerwehrkräften besetzt. Die Feuerwehr setzte ein Boot ein, DLRG und Technisches Hilfswerk beteiligten sich jeweils mit zwei Booten. Hinzu kamen die Drohneneinheit der Freiwilligen Feuerwehr Wulsdorf sowie Boote von Wasserschutzpolizei und Zoll.
Das Lotsenboot begann die Suche und nahm die erste Übungspuppe nach wenigen Minuten auf. An einem Anleger wurde sie an den Rettungsdienst übergeben. Ein anschließender Abgleich im Szenario ergab, dass weitere Personen vermisst wurden. Deshalb brachten Helfer weitere Puppen an anderer Stelle in die Weser, die von den Einsatzkräften gesucht werden mussten.
Jährlicher Test der Abläufe
An der Übung waren von Feuerwehr und Rettungsdienst rund 30 Einsatzkräfte beteiligt; hinzu kamen die unterstützenden Organisationen. Die Feuerwehr führt die Alarmübung nach eigenen Angaben jährlich durch. Übungsleiter Philipp Reumann bewertete die schnelle Menschenrettung als erreichtes Kernziel. Weitere Bestandteile sollen nun ausgewertet und das Einsatzkonzept bei Bedarf angepasst werden.
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