Festgeklebt an Werkseinfahrt: Polizei beendet Protest in Bremen
Sechs Menschen haben am Dienstagmorgen eine Werkseinfahrt in Sebaldsbrück blockiert. Gegen sie wird wegen möglicher Nötigung ermittelt.
Sechs Aktivisten haben am Dienstagmorgen die Einfahrt eines Unternehmens in Bremen-Sebaldsbrück blockiert. Nach Angaben der Polizei klebten sie sich mit den Händen auf dem Asphalt fest und versperrten dadurch den Zugang zum Werksgelände. Die Polizei löste die nicht angemeldete Versammlung auf.
Der Einsatz begann laut Polizeibericht gegen 7.10 Uhr. Die Protestierenden hatten Transparente und Plakate dabei, mit denen sie sich gegen den Bau neuer Waffenfabriken wandten. Welches Unternehmen von der Blockade betroffen war, geht aus den Angaben nicht hervor.
Vom Asphalt gelöst
Einsatzkräfte entfernten die sechs Beteiligten mithilfe eines Lösungsmittels von der Fahrbahn. Anschließend beendete die Polizei die Aktion. Angaben zu Verletzten oder zur Dauer der Blockade machte sie nicht.
Die Beamten stellten die Personalien aller sechs Protestierenden fest. Die Ermittlungen dauern an. Geprüft werden nach Polizeiangaben der Verdacht der Nötigung sowie mögliche Verstöße gegen das Versammlungsgesetz.
Rechtliche Prüfung läuft
Ob sich die Verdachtsmomente bestätigen und welche Konsequenzen daraus entstehen, ist noch offen. Über mögliche Schäden oder konkrete Auswirkungen auf den Betrieb des Unternehmens liegen bislang ebenfalls keine Angaben vor.
Die Aktion reiht sich in Protestformen ein, bei denen Beteiligte durch Blockaden und das Festkleben auf Straßen oder Zufahrten öffentliche Aufmerksamkeit erzeugen. Zu einer möglichen Organisation hinter dem Protest oder zu weiteren geplanten Aktionen machte die Polizei keine Angaben.
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