Ernährungswende: Modellregion Bremen diskutiert bezahlbare Mahlzeiten
Ein Fachtag des Projekts GEG hat Ansätze für mehr Bio-Lebensmittel, weniger Abfälle und den Kampf gegen Ernährungsarmut in Bremen und Bremerhaven beraten.
Das Modellprojekt „Gemeinsam Ernährungswende gestalten“ hat bei einem Fachtag erste Ergebnisse vorgestellt. Mehr als 80 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung berieten über nachhaltige Verpflegung in Bremen und Bremerhaven. Im Mittelpunkt standen Kitas, Schulen und weitere Gemeinschaftseinrichtungen.
Die Teilnehmenden diskutierten, wie gesunde und nachhaltige Mahlzeiten bezahlbar und für alle zugänglich werden können. Dabei ging es auch um Ernährungsarmut, die nach Einschätzung der Beteiligten stark vom Elternhaus und dem jeweiligen Quartier beeinflusst wird.
Unterschiedliche Voraussetzungen
Bei der Umstellung auf regionale und ökologische Lebensmittel stehen Einrichtungen vor unterschiedlichen Bedingungen. Genannt wurden fehlende oder ungleiche Kapazitäten bei Kühlräumen und Personal. In der Diskussion bestand Einigkeit, dass politische Unterstützung, engagierte Einrichtungen und die Beteiligung junger Menschen nötig seien.
Weitere Themen waren mehr Bio-Lebensmittel in der Außer-Haus-Verpflegung, die Verringerung von Lebensmittelabfällen sowie der Aufbau regionaler Lieferketten. Auch nachhaltige Verpflegung im Sport wurde behandelt. Vier Workshops befassten sich mit praktischen Fragen zu Planung, Logistik, Kommunikation und Zusammenarbeit entlang der Lieferketten.
Ergebnisse für das Projekt
Die Erkenntnisse sollen in die weitere Arbeit des Verbundprojekts GEG einfließen. Bremen und Bremerhaven gehören zu zehn Modellregionen im Bundeswettbewerb „Besser essen in der Region“. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat gefördert und von mehreren Einrichtungen unter Koordination der Umweltressortleitung umgesetzt.
GEG knüpft an den Bremer Aktionsplan für gesunde Ernährung in der Gemeinschaftsverpflegung und an die landesweite Ernährungsstrategie an.
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Senatspressestelle BremenKommentare
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