Politik

Durchsuchung in Bremer JVA: Ermittlungen gegen 23 Verdächtige

Nach Hinweisen auf eingeschmuggelte Handys, Drogen und weitere verbotene Gegenstände haben Polizei und Staatsanwaltschaft die Bremer JVA durchsucht.

20. August 2026, 02:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Staatsanwaltschaft Bremen (Archivfoto)
Staatsanwaltschaft Bremen (Archivfoto) | Foto: Godewind / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

In der Justizvollzugsanstalt Bremen hat es am Donnerstag eine umfangreiche Durchsuchungsaktion gegeben. Hintergrund sind Ermittlungen wegen mutmaßlich eingeschleuster verbotener Gegenstände. Der Verdacht richtet sich gegen zehn Gefangene, sechs Beschäftigte der Anstalt, eine Mitarbeiterin eines freien Trägers sowie sechs Kontaktpersonen außerhalb des Gefängnisses.

Nach Angaben der Justizbehörde waren bei Inhaftierten zuletzt zunehmend nicht erlaubte Gegenstände entdeckt worden. Genannt wurden Mobiltelefone, hochwertige Lebensmittel, Kosmetika und Betäubungsmittel. Verdeckte Ermittlungen von JVA, Polizei und Staatsanwaltschaft sollen Hinweise auf mögliche Wege in die Anstalt ergeben haben.

Maßnahmen gegen Beschäftigte

Die JVA leitete dienstrechtliche Schritte gegen jene Bediensteten ein, gegen die die Staatsanwaltschaft ermittelt. Dazu zählen Hausverbote bis zur Klärung der Vorwürfe und Freistellungen vom Dienst. Die strafrechtlichen Ermittlungen führen Staatsanwaltschaft und Polizei weiter.

Justizsenatorin Claudia Schilling forderte eine vollständige Aufklärung. Sie verwies darauf, dass die Vorwürfe auch die Beschäftigten beträfen, die ihren Dienst ordnungsgemäß ausübten. Korruption untergrabe das Vertrauen in die Justiz, erklärte die Senatorin.

Kontrollen sollen strenger werden

Als Konsequenz kündigten Justizressort und JVA ein Maßnahmenpaket an. Vorgesehen sind verschärfte Kontrollen und der Einsatz eines neuen Drogenscanners. Zudem läuft bereits eine Organisationsuntersuchung der Anstalt. Eine von der Justizsenatorin eingesetzte Expertengruppe soll die Erkenntnisse auswerten und weitere Schutzmaßnahmen prüfen.

Teilen

Kommentare

Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.

Den ersten Kommentar schreiben

Mit dem Absenden werden Name, Kommentar und Zeitpunkt öffentlich angezeigt. E-Mail-Adresse und IP-Adresse bleiben intern; die IP-Adresse wird nach 30 Tagen gelöscht.

Verwandte Artikel